Eingabehilfen öffnen

Skip to main content

Das sind die besten Gesundheitssysteme der Welt

Jeder beschwert sich mal über das deutsche Gesundheitssystem. Aber wie gut oder schlecht ist es denn eigentlich wirklich im internationalen Vergleich?

Kurz vor der Pandemie wurden 24 OECD-Staaten auf ihr Gesundheitssystem untersucht und anhand verschiedener Faktoren miteinander verglichen. Es gibt bestimmte Kennzahlen, an denen die Systeme verglichen wurden. Welche das sind und weitere interessante Fakten über die verschiedenen Gesundheitssysteme, erläutert euch unsere Auslandsexpertin Anne im Video.

Transkript

Jeder schimpft mal über das deutsche Gesundheitssystem. Doch wie gut oder schlecht ist es eigentlich im internationalen Vergleich? Das erfahrt ihr jetzt von mir in diesem Video.

Kurz vor der Coronapandemie wurden insgesamt 24 OECD-Staaten auf ihr Gesundheitssystem untersucht und anhand der verschiedener Faktoren miteinander verglichen. Die Faktoren, die die Qualität des Gesundheitssystems ausmachen sind folgende: der prozentuale Anteil vom Bruttosozialprodukt, der für den Gesundheitssektor ausgegeben wird, dann die Anzahl von Krankenhausbetten je 1.000 Personen, dann die Anzahl von Ärztinnen und Ärzten und Pflegepersonal sowie die durchschnittliche Lebenserwartung in den Ländern. Länder, die kein öffentliches Gesundheitssystem haben, wurden übrigens von der Untersuchung ausgeschlossen.

Laut der Studie bietet Japan das beste Gesundheitssystem. Mit 72 von 100 möglichen Punkten liegt es sowohl bei der Anzahl von Ärzten, Pflegepersonal und Krankenhausbetten vorne, als auch bei der durchschnittlichen Lebenserwartung von fast 86 Jahren. Deutschland landet bei dem Ranking auf dem zweiten Platz. Tatsächlich ist mit 11,3 Prozent der Anteil vom Bruttosozialprodukt, der für den Gesundheitssektor ausgegeben wird, sogar höher als in Japan, wo 10,7 Prozent vom BIP ausgegeben werden. Übertroffen wird Deutschland in diesem Punkt nur von der Schweiz: 12,3 Prozent Anteil am BIP gibt das Land aus. Die Schweiz liegt damit auf Platz 3 der besten Gesundheitssysteme. Den größten Anteil am Bruttosozialprodukt hat Italien. Dort werden 18,9 Prozent für den Gesundheitsbereich ausgegeben. Im Gesamtergebnis landet Italien jedoch nur auf Platz 12. Israel bildet das Schlusslicht des Rankings der besten Gesundheitssysteme. Der Anteil, der für Gesundheit ausgegeben wird, liegt dort bei 7,4 Prozent. Die Anzahl der Ärzte und des Pflegepersonals beträgt dort insgesamt 25.517 und damit weit hinter Japan, wo zum Zeitpunkt der Untersuchung 1.747.862 Ärztinnen und Ärzte registriert waren. In Deutschland waren es 2019 genau 1.402.755. Die niedrigste Lebenserwartung wurde übrigens in Lettland verzeichnet mit durchschnittlich rund 74 Jahren. Eine geringe Bewertung bei der Lebenserwartung haben aber auch Litauen und Ungarn. Deutschland verfügt im internationalen Vergleich übrigens über eine hohe Versorgungsdichte mit Intensivbetten in Krankenhäusern. So kamen schon vor der Coronapandemie in Deutschland rund 34 Intensivbetten auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Auch beim Ausstattungsgrad mit Krankenhausbetten insgesamt schneidet Deutschland international gut ab. So kamen in Deutschland vor der Pandemie rund sechs Krankenhausbetten auf 1.000 Personen. Noch besser ausgestattet waren nur Japan – mal wieder – mit 7,8 Krankenhausbetten je 1.000 Personen und Südkorea mit 7,1 Betten auf 1.000 Personen. In Frankreich gibt es nur 3,1 und in Italien nur 2,6 Krankenhausbetten auf 1.000 Personen. In den Vereinigten Staaten und Spanien lag die Versorgungdichte bei jeweils 2,4 Betten je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner. In Kanada, Schweden und Chile kamen lediglich zwei Betten auf 1.000 Personen. Eine weitere Untersuchung hat analysiert, wie gut medizinisches Personal in den Industriestaaten vergütet wird. Und was soll ich sagen: Wer eine Laufbahn im Gesundheitswesen anstrebt, der verdient in Deutschland nur so mittelgut, denn es liegt lediglich auf Platz 13 der Länder, die am meisten für Berufe im Gesundheitswesen zahlen. Wenn man alle Länder der Studie vergleicht, sind die USA das Land, das am besten für Berufe im Gesundheitswesen zahlt. Die höchsten Gehälter sind die in den Bereichen der Neurologie, Zahnmedizin und Radiologie zu finden. Allgemeinmediziner haben in den USA ein Durchschnittsgehalt von 170.358 Euro, Zahnärztinnen und -ärzte verdienen dort im Schnitt 198.986 Euro, Neurologinnen und Neurologen verdienen durchschnittlich 216.961 Euro. In der Radiologie verdient man in den USA im Mittel 350.559 Euro. Wer innerhalb Europas eine Laufbahn im Medizinsektor einschlagen will, sollte nach Dänemark oder Norwegen gehen. Denn Norwegen bietet hohe durchschnittliche Gehälter für Jobs im Gesundheitswesen. Zahnmedizinerinnen und -mediziner haben dort ein Durchschnittsgehalt von 140.370 Euro und in der Chiropraktik kann man mit einem Durchschnittsgehalt von 86.399 Euro rechnen.

In Dänemark verdienen Hebammen am meisten bei einem Durchschnittsgehalt von 101.135 Euro. Optikerinnen und Optiker werden in Japan mit durchschnittlich 109.059 Euro besonders gut vergütet. Diese Angaben stammen aus dem Jahr 2021. Was unsere Erfahrung als Spezialist für Auslandskrankenversicherungen zeigt, ist der Umstand, dass vor allem außerhalb Deutschlands die Behandlung in Privatkliniken oft besser ist als in den staatlichen Krankenhäusern. Wobei es auch bei letzteren weltweit exzellente Behandlungsmöglichkeiten geben kann. Doch egal, wo du dich aufhältst, eine gute gesundheitliche Versorgung bekommst du nur, wenn du sie entweder privat bezahlen kannst oder wenn du krankenversichert bist. Privatkliniken kannst du in der Regel im Ausland nur nutzen, wenn du auch privat versichert bist.

Unsere Auslandskrankenversicherungen sind private internationale Versicherungen, bei denen du überall auf der Welt freie Wahl von Krankenhäusern und Fachärztinnen und -ärzten hast. Informier dich dazu gerne auf unser Webseite oder kontaktier uns persönlich. Hier siehst du Kontaktinfos eingeblendet und auch in unseren Shownotes findest du alle wichtigen Informationen zu unserem Angebot an Auslandskrankenversicherungen. Ich danke dir fürs Zuschauen und in Hamburg sagt man Tschüß!

Video teilen

18. Januar 2023

Wer sind die Auslandsexperten?

Die Videoreihe wird von den Experten des BDAE produziert. Diese reisen nicht nur selber gern, sondern kennen sich mit den verschiedenen Aspekten von langfristigen Auslandsaufenthalten auch richtig gut aus.

Über den BDAE Unser Versicherungsangebot