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Skifahren: Gerichtsurteile und Sicherheitstipps

Zu viel Schnee ist für Wintersportler genauso unangenehm wie zu wenig Schnee. Aber ist das schon ein Reisemangel, der eine Reisepreiserstattung rechtfertigt? Die folgenden von den ARAG-Rechtsexperten aufbereiteten Gerichtsurteile geben mehr Klarheit. Ergänzt werden sie um zehn Sicherheitstipps für das Skifahren.

Ein grasgrüner Hang statt schneebedeckter Piste ist nur dann ein Reisemangel, wenn für die Reise in das besagte Skigebiet gezielt mit Schneesicherheit geworben wurde. So entschieden die Richter des Amtsgerichts München (Az.: 161 C 10590/89).

Wenn zu viel Schnee den Wintersport nur eingeschränkt möglich macht oder Schneemassen das Parken an Hotel oder Ferienwohnung verhindern, stellt das laut Amtsgericht Offenburg (Az.: 1 C 357/94) keinen Reisemangel dar.

Zum Rumsitzen verurteilte Wintersportler haben eine Chance auf Rückerstattung der Kosten für eine Ferienwohnung, wenn nachweislich ein Fall von höherer Gewalt vorliegt, wodurch der Nutzen der Reise als Ganzes in Frage gestellt wird, beispielsweise wenn die höchste Lawinenstufe (Stufe 5) angekündigt wurde, entschied das Amtsgericht Herne (Az.: 2 C 175/99).

Übrigens gibt es auch beim Skifahren Regeln: Die Allgemeinen Verhaltensgrundsätze sind in den sogenannten FIS-Regeln des Internationalen Skiverbandes zusammengefasst. Die wichtigste Regel dabei ist: Rücksichtnahme – in jeder Hinsicht. Darüber hinaus werden dort Dinge wie die richtige Nahrungsaufnahme, der Konsum von Alkohol oder das Verlassen der Pisten angesprochen. Wer sich als Wintersportler daran orientiert, kann das Verletzungsrisiko sicherlich reduzieren.

FIS-Regeln für Skifahrer in DACH-Region

Die FIS-Regeln sind zumindest für Deutschland als sogenanntes Gewohnheitsrecht verbindlich. Das heißt, sie sind im Gegensatz zur Straßenverkehrsordnung kein richtiges Gesetz. Die FIS-Regeln werden aber auch von den meisten Gerichten in Österreich oder der Schweiz für die Beurteilung von Streitfällen herangezogen.

Quelle: ARAG – Rechtstipps und Urteile

Dieser Beitrag stammt aus der Ausgabe Januar 2018 des Journals "Leben und Arbeiten im Ausland".

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