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Gesundheit
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Ein Ei am Tag verbessert Wachstum unterernährter Kinder

Aktuell haben 795 Millionen Menschen auf der Welt nicht genügend zu essen. Die Folgen sind gravierend. Hunger stellt laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eines der größten Gesundheitsrisiken der Welt dar, denn es sterben jährlich mehr Menschen an Hunger als an AIDS, Malaria und Tuberkulose zusammen. Mehr als 160 Millionen Kleinkinder unter fünf Jahren sind laut dem World Food Programm (WFP) zu klein für ihr Alter, weil sie nicht genügend zu essen haben.

Forscher der Washington University http://wustl.edu  bestätigen in einer aktuellen Studie, dass Eier ein ideales Nahrungsmittel im Kampf gegen die Hungersnot sind. Eier verbessern das Wachstum und verringern ein Zurückbleiben der Entwicklung bei fast jedem zweiten Kleinkind. Diese Wirkung war damit deutlich größer als jene, die bei früheren Untersuchungen nachgewiesen werden konnte.

 Eier reduzieren Untergewicht

Eier sind laut Forschungsleiterin Lora Iannotti günstig und leicht zugänglich: "Sie können einen wichtigen Beitrag zur Verringerung der Unterernährung auf der Welt beitragen." Das Team führte 2015 eine randomisierte kontrollierte Studie in Ekuador durch. Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren erhielten nach dem Zufallsprinzip sechs Monate lang ein Ei pro Tag. Die Kinder der Kontrollgruppe bekamen sie nicht.

Die Ergebnisse überraschten die Experten. Die Kinder aus der Gruppe, die täglich ein Ei gegessen hatten, waren größer und normalgewichtiger als die Kinder der Kontrollgruppe. Unterernährung lässt sich dadurch laut den bestehenden Modellen um 47 Prozent verringern, Untergewicht um 74 Prozent. Ebenso zeigten die Ergebnisse, dass die Eier-Esser insgesamt weniger mit Zucker versetzte Lebensmittel zu sich nahmen.

Allergische Reaktionen konnten bei den Kindern nicht festgestellt werden. "Eier scheinen daher eine umsetzbare und empfehlenswerte Form der Ernährung für Kinder in Entwicklungsländern zu sein", verdeutlicht Iannotti abschließend. Die Forschungsergebnisse wurden im Fachmagazin "Pediatrics" veröffentlicht.

 

Dieser Beitrag stammt aus der Ausgabe Juli 2017 des Journals "Leben und Arbeiten im Ausland".

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