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Mütter lassen ihre Kinder nur schweren Herzens ins Ausland gehen

Wenn es darum geht, die eigenen Kinder längere Zeit ins Ausland gehen zu lassen, tun sich Mütter deutlich schwerer als Väter. Gleichzeitig besuchen sie den Nachwuchs während des Auslandsaufenthalts sehr viel häufiger.Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die das Marktforschungsunternehmen Innofact im Auftrag von TransferWise in Deutschland unter 1.039 Eltern durchgeführt hat.

Fast jede dritte Mutter (29,9 Prozent) würde die Tochter oder den Sohn mindestens einmal im Quartal besuchen – unter den Vätern wäre es nur gut jeder Fünfte (20,9 Prozent). Dass auch die Väter Sehnsucht nach den Kindern haben, zeigt sich jedoch darin, dass mehr als die Hälfte (50,3 Prozent) mindestens einmal in sechs Monaten vorbeischauen würde. Unter den Müttern sind es nur unwesentlich mehr (53,4 Prozent). Immerhin gut jede zehnte Mutter würde den Nachwuchs gar nicht oder – bei dauerhaftem Aufenthalt im Ausland nur alle paar Jahre – besuchen (11,9 Prozent). Dagegen haben nur 8,5 Prozent der Väter ähnlich wenig Interesse, Sohn oder Tochter wiederzusehen.

Wichtig: Täglicher Kontakt zu Kindern

Mindestens einmal täglich vom Nachwuchs zu hören, ist hingegen den Müttern deutlich wichtiger: Knapp zwei von fünf (38,9 Prozent) würden sich jeden Tag melden, bei den Vätern ist das lediglich jeder Vierte (25,4 Prozent). Auch zum Telefonhörer greift vor allem die Mutter: Etwa jede sechste (16,7 Prozent) ruft täglich an, 85,7 Prozent mindestens einmal pro Woche. Unter den Vätern ist das Redebedürfnis weniger stark ausgeprägt: Nur 8,1 Prozent telefonieren jeden Tag, drei Viertel (74,8 Prozent) mindestens wöchentlich.

Mütter sind auch weniger bereit, die Kinder ins Ausland gehen zu lassen. Einem Auslandsjahr oder -semester im Studium stimmen immerhin 69,9 Prozent der Mütter zu (Väter: 69,2 Prozent). Beim Wunsch, das gesamte Studium außerhalb Deutschlands zu verbringen, unterstützt nur noch gut die Hälfte (51,4 Prozent – Väter: 57,1 Prozent). Nur noch zwei von fünf Müttern sind dagegen ohne Einschränkungen bereit, den Nachwuchs dauerhaft ins Ausland ziehen zu lassen (39,9 Prozent) oder die minderjährige Tochter beziehungsweise den minderjährigen Sohn auf ein Austauschjahr zu schicken (38,2 Prozent). Unter den Vätern ist diese Bereitschaft mit 49,8 Prozent beziehungsweise 44,8 Prozent deutlich größer. Allerdings würden auch nur 7,9 Prozent der Mütter und 6,5 Prozent der Väter dem Kind diesen Wunsch unter allen Umständen verweigern.

Politische Lage im Zielland bereitet Sorge

Vor allem Sicherheitsbedenken treiben die Eltern dabei um. Mit 57,8 Prozent sowie 56,3 Prozent sorgen sich mehr als die Hälfte der Mütter um die politische Lage im Zielland beziehungsweise die Gefahr terroristischer Anschläge. Aber auch das Geld verursacht Sorgen: Je knapp ein Drittel der Mütter (30,1 Prozent) und Väter (31,0 Prozent) fürchten, ein Auslandsaufenthalt könnte zu teuer werden. Das heißt jedoch nicht, dass Eltern ihre Kinder nicht finanziell unterstützen würden. Im Gegenteil: Nur 7,5 Prozent der Mütter und sogar nur 5,4 Prozent der Väter würden den Nachwuchs gar nicht unterstützen. Besonders viel dürfen die Kinder aber nicht erwarten: Gerade ein knappes Viertel der Mütter (23,9 Prozent) würden 500 Euro oder mehr im Monat zuschießen – die Väter sind da mit 31,0 Prozent um einiges spendabler.

Dieser Beitrag stammt aus der Ausgabe Juni 2017 des Journals "Leben und Arbeiten im Ausland".

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