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Sehnsuchtsort Kanada: Was Deutsche bei der Einreise beachten müssen

Kanada ist nicht nur eines der meist gewählten Reiseziele der Welt, insbesondere die Deutschen lieben den flächenmäßig zweitgrößten Staat der Erde. Etliche von ihnen zeigen sich von der Schönheit des Landes sogar derart beeindruckt, dass sie beschließen, dorthin auszuwandern. Rund 2.200 Bundesbürger sind offiziellen Angaben von Destatis zufolge im Jahr 2015 nach Kanada ausgewandert.

In diesem Herbst ist Kanada laut einer Umfrage des Reiseportals Travelzoo das zweitbeliebteste Ziel im Norden. Was macht den nordamerikanischen Staat so beliebt? Laut den Umfrageteilnehmern sind es die endlose Weiten, die schneebedeckten Berge, die unberührte Wildnis und die kristallblauen Seen. Im September begeistert der Indian Summer in Ostkanada mit Farbenpracht und milden Temperaturen. Im Winter wiederum kommen Skifahrer in den kanadischen Rocky Mountains voll auf ihre Kosten.

Doch nicht nur die atemberaubende Natur lockt jedes Jahr Millionen Touristen nach Nordamerika, auch Kanadas Städte haben viel zu bieten. Bei den Travellers‘ Choice Awards 2016 von TripAdvisor wurden folgende kanadische Städte der Reihenfolge nach zu den beliebtesten Destinationen bei Touristen gewählt:

1.    Vancouver, Britisch-Kolumbien
2.    Québec, Quebec
3.    Montreal, Quebec
4.    Toronto, Ontario
5.    Victoria, Britisch-Kolumbien
6.    Whistler, Britisch-Kolumbien
7.    Ottawa, Ontario
8.    Calgary, Alberta
9.    Halifax, Neuschottland

Doch was müssen Deutsche, die Kanada besuchen möchten, eigentlich bei der Einreise beachten?

Grundsätzlich ist die Einreise nach Kanada für Staatsbürger der BRD visumfrei. Dies gilt sowohl für private als auch geschäftliche Aufenthaltszwecke. Allerdings müssen sie sich seit dem 15. März 2016 eine elektronische Einreisegenehmigung (eTA = electronic Travel Authorization) besorgen. In der Regel funktioniert das eTA für Kanada schnell und unkompliziert und vor allem auch auf Deutsch.

Pflicht zu eTA für Einreise nach Kanada

Abgefragt werden unterschiedliche Daten zur Person, die nach Kanada reisen möchte, welche im Anschluss mit den Datenbanken der jeweiligen Behörden abgeglichen werden. Ist der Prozess abgeschlossen, gilt die Einreise für insgesamt fünf Jahre. Voraussetzung: Der Reisepass muss auch fünf Jahre gültig sein, andernfalls läuft das eTA früher aus. Außerdem sind in diesem Zeitfenster mehrere Ein- und Ausreisen möglich, allerdings nur bis maximal sechs Monate am Stück.

Bei der Ankunft an einem kanadischen Flughafen bekommen Einreisende – ähnlich wie dies auch bei Reisen in den USA der Fall ist – von einem Vertreter der kanadischen Einwanderungsbehörde CBSA ein paar Fragen zum Reisezweck gestellt. Dabei geht es im Wesentlichen darum, nachzuweisen, dass keine Einwanderung oder die Aufnahme einer Arbeitstätigkeit geplant ist. Wer bereits ein Rückflugticket vorweisen kann, passiert die Grenze für gewöhnlich besonders schnell und problemlos.

Einwanderungsbehörde entscheidet über Einreise

Generell gilt: Weder der Reisepass noch die eTA-Genehmigung berechtigen automatisch zur Einreise nach Kanada. Vielmehr gelten sie als Grundvoraussetzung. Einzig und allein der Einwanderungsbeamte entscheidet darüber, ob ausländische Gäste kanadisches Territorium betreten dürfen.

Die elektronische Beantragung ist mit einer Gebühr in Höhe von sieben Kanadischen Dollar (CAD) verbunden. Reisende, die eine Arbeits- oder Studienerlaubnis für Kanada beantragt haben, müssen diese nicht zahlen. Das eTA-Verfahren gilt übrigens nur für die Einreise per Flugzeug und nicht per Land oder zu Wasser. Unabhängig vom eTA-Verfahren müssen deutsche Staatsbürger (auch Kinder) einen mindestens sechs Monate gültigen Reisepass bei der Einreise mit sich führen.

Dieser Beitrag stammt aus der Ausgabe Dezember 2016 des Journals "Leben und Arbeiten im Ausland".

Das Journal erscheint monatlich kostenlos mit vielen informativen Beiträgen zu Auslandsthemen.

Herausgegeben wird es vom BDAE, dem Experten für die Absicherung im Ausland.

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