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Neue Probleme im Zusammenhang mit Listerien entdeckt

Zwei „harmlose“ Arten des sukzessive resistent gegen Antibiotika werdenden Bakteriums Listeria monocytogenes entwickeln derzeit eine überraschende Anzahl von Charakteristika, die möglicherweise für den Menschen schädlich sein können. Eine südafrikanische Studie unter der Leitung der University of Johannesburg hat einige der sich verändernden Charakteristika nun wissenschaftlich nachgewiesen.

Das Team um Forschungsleiter Thendo Mafuna zeigt, dass Listeria-innocua-Stämme eine Resistenz gegen Temperatur, pH, Dehydrierung und andere Belastungen entwickeln. Dazu kommt noch eine Hypervirulenz, die mit der von Listeria monocytogenes genetisch identisch ist. Manche Stämme von L. innocua und L. welshimeri weisen laut der Studie alle drei Gene für eine Resistenz gegen ein häufig eingesetztes Desinfektionsmittel auf. Dabei handelt es sich um einen Vertreter der Quartären Ammoniumverbindungen. Zwei der analysierten Stämme von L. innocua haben drei oder mehr beunruhigende pathogene Charakteristika entwickelt. Dazu gehören auch CRISPR/CAS-artige, adaptive Immunsysteme.

Beide nicht-pathogenen Stämme der Listerien stammen aus Proben von rohem, getrockneten und verarbeitetem Fleisch in kommerziellen Lebensmittelverarbeitungsbetrieben. Die Studie bestätigt andere Forschungsprojekte aus anderen Teilen der Welt, die ebenfalls zunehmende Resistenzen bei nicht-pathogenen Listerien-Arten nachgewiesen haben. Die analysierten Proben und Isolate wurden zwischen 2014 und 2019 gesammelt. Insgesamt wurden 258 Isolate von Metzgereien, Schlachthöfen, Einzelhandelsgeschäften, Kühlhallen und Verarbeitungsbetrieben im ganzen Land untersucht. 38 Proben erwiesen sich bei L. Innocua als nicht pathogen. Das war auch bei drei weiteren Isolaten und L. welshimeri der Fall. Die Isolate stammten von rohem ganzen, rohem verarbeiteten, getrockenetem Fleisch von Rind, Huhn und Schwein.

Personen mit schwachem Immunsystem häufiger betroffen

Laut Mafuna verfügt die getestete Listeria innocua über einige Gene, die auch bei den pathogenen Listeria monocytogenes vorhanden sind. Diese bei L. innocua und L. monocytogenes vorkommenden Gene sind für Erkrankungen beim Menschen verantwortlich und die Belastungstoleranz wie bei der Resistenz gegen das Desinfektionsmittel Benzalkoniumchlorid. Andere Studien haben laut dem Wissenschaftler nachgewiesen, dass eine Listeriose selten von L. innocua verursacht wird. Häufiger betroffen sind jedoch Personen mit einem geschwächten Immunsystem.

Alle getesten L.-innocua-Stämme verfügen laut Mafuna auch über eine vollständige LIPI-4-hypervirulente Gensequenz, die beim Menschen zu Erkrankungen führen kann. Die LIPI-4-Sequenz, die bei L. innocua gefunden wurde, ist laut dem Pasteur Institute identisch mit jener des krankheitserregenden L. monocytogenes. Mafunna hat die erstelle Genomsequenz mit jenen des Pasteur Institute verglichen und führte die Analyse für die aktuelle Studie durch. Dem Experten zufolge gibt die Anzahl der schädlichen Eigenschaften, die die L.-innocua-Stämme mit L. monocytogenes teilen, Anlass zur Besorgnis. Die Forschungsergebnisse wurden in „Microbiology Spectrum“ veröffentlicht.

Quelle: pressetext.com

Dieser Beitrag stammt aus der Ausgabe Januar 2023 des Journals "Leben und Arbeiten im Ausland".

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