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Adventskalender sind kein internationales Phänomen

© Brigitte Bonaposta, AdobeStock

Zum offiziellen Beginn der Weihnachtszeit gehört für viele nicht nur ein Adventskranz mit Kerzen, sondern auch ein oder mehrere Adventskalender. Das gilt zumindest für die Deutschen. Deutlich weniger populär ist das Konzept dagegen auf der anderen Seite des Atlantiks.

Von rund 1.000 befragten US-Amerikaner*innen gaben die Hälfte an, 2021 keinen Adventskalender in den eigenen vier Wänden aufzustellen. Und was verbirgt sich hinter den Türchen? Am häufigsten Schokolade und Süßigkeiten. Dahinter folgen in Deutschland Kosmetik- und Beautyprodukte. In den USA sind es oft auch Spielzeug, Geld oder Getränke wie Bier oder Tee.

26 Prozent der für das Holiday Special des Statista Global Consumer Surveys in Deutschland befragten Menschen bekommen einen gekauften Kalender geschenkt, 13 Prozent dürfen sich über 24 selbst befüllte „Türchen“ freuen. Aber auch sich selber einen Kalender zu kaufen oder zu basteln, ist für viele eine Option, wie der Blick auf die Grafik zeigt.

VERMISCHTES Adventskalendervergleich Deutschland USA

Relativ erfolgreich ist die Tradition des Adventskalenders auch in Großbritannien. Vor allem Londoner*innen ist der Adventskalender auch etwas Wert: Sie gaben im Schnitt rund 13,61 Pfund für ihn aus. In Frankreich folgen der deutschen Tradition nur etwas mehr als ein Viertel (27 Prozent) der Menschen und kaufen einen Adventskalender. In Italien kauft etwas mehr als jede zweite Person (53 Prozent) einen solchen Kalender.

Adventskalender hat seinen Ursprung in Deutschland

Diese besondere Tradition entstand im Laufe des 19. Jahrhunderts in Deutschland und hat einen religös-kirchlichen Hintergrund. Advent kommt aus dem Lateinischen und steht für Ankunft. Im christlichen Kontext geht es dabei um die Geburt Jesu am 24. Dezember. Um vor allem Gläubigen und Kindern das Warten auf Heiligabend zu verkürzen, wurden in den Tagen vor dem besonderen Datum tägliche Abendandachten ausgeübt. Viele Familien hängten über 24 Tage immer wieder neue Bilder mit weihnachtlichen Motiven im Haus auf oder brachten diese ans Fenster. In Skandinavien entwickelte sich parallel der Brauch, Kerzen in 24 Abschnitte zu unterteilen und jeden Tag ein Stück abbrennen zu lassen.

Nach heutigen Erkenntnissen veröffentlichte die Evangelische Buchhandlung Friedrich Trümpler in Hamburg den ersten gedruckten Adventskalender in Form einer Weihnachtsuhr für Kinder mit Zahlen. 1903 brachte der Münchner Verleger Gerhard Lang einen gedruckten Adventskalender bestehend aus einem Bogen mit 24 Bildern zum Ausschneiden auf den Markt.

In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts verbreiteten sich schließlich Kalender mit zu öffnenden Türen hinter denen sich Bildchen verbargen. Der erste mit Schokolade gefüllte Adventskalender wurde 1958 in den Handel gebracht. Allerdings schreibt das Weihnachtsmuseum, dass Gerhard Lang bereits 1926 zusammen mit der Schokoladenfirma Stollwerck einen mit Schokoladenstückchen gefüllten Adventskalender herausbrachte.

Unterschiedliche Weihnachtsbräuche weltweit

Geht es um Bräuche zu Weihnachten, so gibt es weltweit ohnehin zahlreiche interkulturelle Unterschiede. Eine Essiggurke am Weihnachtsbaum? Für Deutsche eine eher dubiose Dekoration. In den USA allerdings wird das Gemüse traditionell am Weihnachtsbaum versteckt. Wer die Weihnachtsgurke entdeckt, kann sich glücklich schätzen: Denn diese Person erhält ein zusätzliches Geschenk und darf sich im nächsten Jahr über besonders viel Glück freuen.

Dieser Beitrag stammt aus der Ausgabe Dezember 2021 des Journals "Leben und Arbeiten im Ausland".

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