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DB und Luftverkehr vereinbaren Aktionsplan für Zusammenarbeit und mehr Klimaschutz

© olly, AdobeStock

Zusammenwirken der Verkehrsträger soll verbessert werden – Potenzial, um mittelfristig rund 4,3 Mio. Flugreisende innerdeutsch für die Schiene zu gewinnen – Verkehrssektor reduziert CO2-Ausstoß

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) und die Deutsche Bahn (DB) starten einen gemeinsamen Aktionsplan zur stärkeren Vernetzung der Verkehrsträger und zur Absenkung der Treibhausgas-Emissionen im Verkehrssektor. Beide Parteien verkündeten, mit einer Reihe von Maßnahmen die Schnittstellen zwischen den Verkehrsträgern und das Mobilitätsangebot so verbessern zu wollen, dass sich mehr Reisende für die Schiene entscheiden, insbesondere bei der Anreise zu Drehkreuz-Flughäfen.

Die Luftverkehrswirtschaft und die DB sehen das Potenzial, dass sich gut 20 Prozent derjenigen, die innerhalb Deutschlands fliegen, stattdessen für die Schiene entscheiden. Dieses Potenzial wollen die Partner in den folgenden Jahren anheben: Mit leistungsstarken attraktiven Angeboten und dem fortlaufenden Infrastrukturausbau wollen BDL und DB rund 4,3 Millionen Fluggäste für den Umstieg auf den Zug gewinnen.

Drei Punkte stehen im Fokus des Aktionsplans

1. Wachsendes Angebot an Zubringerzügen zu internationalen Flügen

Das Angebot Lufthansa Express Rail wird um weitere innerdeutsche Strecken wachsen. Dort, wo die Passagiere das Angebot annehmen und vermehrt auf die Schiene umsteigen, kann die Luftverkehrswirtschaft folgerichtig Flugfrequenzen reduzieren und auch Verbindungen einstellen, wie etwa auf der Verbindung Köln-Frankfurt oder zuletzt auf der Strecke Berlin-Nürnberg. Die schnellen Bahnverbindungen sollen vor allem Zubringerflüge zu großen Drehkreuzen sowie den Individualverkehr mit dem Auto zum Flughafen auf die Schiene verlagern.

2. Leichteres Umsteigen zwischen Flug und Zug:

Eine optimierte Wegeführung und Beschilderung werden Reisenden den Umstieg zwischen Flieger und Bahn einfacher machen. Der Umstieg am Flughafen zwischen dem Zug und dem Sicherheitsbereich des Flughafens soll für intermodale Reisende verbessert werden. Dabei soll auch die Gepäckhandhabung einfacher werden. Den Start hierfür macht der Flughafen Frankfurt/Main.

3. Schnellere Zugverbindungen zwischen Metropolen:

Der Bund baut mit der DB die Bundesschienenwege zur etappenweisen Realisierung des Deutschlandtakts aus. Dies ermöglicht kürzere Reisezeiten und bundesweit aufeinander abgestimmte Anschlusszüge. Der Aktionsplan berücksichtigt leistungsstark ausgebaute, attraktive Schienenverbindungen insbesondere zwischen den Metropolen und bessere Umsteigebeziehungen im Nahverkehr. So kann der Bedarf für Inlandsflüge auf immer mehr Strecken überflüssig gemacht werden.

Dr. Stefan Schulte, Präsident des Flughafenverbands ADV, kommentiert: "Eine kundenfreundliche Anbindung der Flughäfen an das Schienennetz ist Voraussetzung dafür, dass mehr Menschen für die Anreise zum Flughafen die Schiene wählen statt Flugzeug oder Auto. Unser gemeinsamer Aktionsplan benennt hierzu konkrete Projekte, um die Vernetzung weiter zu optimieren."

Übersicht der Strecken ex FRA, die mit dem Zug direkt in weniger als 2 beziehungsweise 2,5 Stunden zurückzulegen sind

Übersichtskarte der Strecken vom Frankfurter Flughafen, die mit dem Zug direkt in weniger als 2 beziehungsweise 2,5 Stunden zurückzulegen sindQuelle: Deutsche Bahn und Bundesverband der Luftverkehrswirtschaft

So stark belastet Fliegen das Klima

Im Jahr 2019 hat die Luftverkehrsbranche rund 23 Millionen Reisende verzeichnet, davon 8 Millionen im Zubringerverkehr und 15 Millionen auf reinen Inlandsreisen. Im Ergebnis ließe sich der Anteil des innerdeutschen Luftverkehrs an den CO2-Emissionen in Deutschland um ein Sechstel reduzieren.

Längst ist klar, dass die Coronapandemie den Flugverkehr stark eingeschränkt hat, auch für Geschäftsreisende. Doch ein Blick auf Daten des Umweltbundesamtes aus dem Jahre 2019 zeigt, wie sehr nur ein Flug auch heute noch die Umwelt belastet.

Wie die Statista-Grafik zeigt, sind die Treibhausgas-Emissionen für einen Flug fast sechsmal stärker als für die mit der Bahn. Auf einer Strecke von 1.000 Kilometern werden durch die Bahn 36 Kilo CO2-Äquivalente erzeugt; mit dem Auto 139 Kilo und mit dem Flugzeug sogar 201 Kilo Treibhausgas-Emissionen.

Der Vergleich von Treibhausgas-Emissionen zwischen Bahn, Auto und Flugzeug zeigt: Flieger stoßen am meisten CO2-Äquivalente pro Person aus, mit der Bahn dagegen fährt es sich umweltfreundlicher.

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) und die Deutsche Bahn (DB) starten einen gemeinsamen Aktionsplan zur stärkeren Vernetzung der Verkehrsträger und zur Absenkung der Treibhausgas-Emissionen im Verkehrssektor. Beide Parteien verkündeten, mit einer Reihe von Maßnahmen die Schnittstellen zwischen den Verkehrsträgern und das Mobilitätsangebot so verbessern zu wollen, dass sich mehr Reisende für die Schiene entscheiden, insbesondere bei der Anreise zu Drehkreuz-Flughäfen.
 
Die Luftverkehrswirtschaft und die DB sehen das Potenzial, dass sich gut 20 Prozent derjenigen, die innerhalb Deutschlands fliegen, stattdessen für die Schiene entscheiden. Dieses Potenzial wollen die Partner in den folgenden Jahren anheben: Mit leistungsstarken attraktiven Angeboten und dem fortlaufenden Infrastrukturausbau wollen BDL und DB rund 4,3 Millionen Fluggäste für den Umstieg auf den Zug gewinnen. 
 
Drei Punkte stehen im Fokus des Aktionsplans:
 
1. Wachsendes Angebot an Zubringerzügen zu internationalen Flügen
 
Das Angebot Lufthansa Express Rail wird um weitere innerdeutsche Strecken wachsen. Dort, wo die Passagiere das Angebot annehmen und vermehrt auf die Schiene umsteigen, kann die Luftverkehrswirtschaft folgerichtig Flugfrequenzen reduzieren und auch Verbindungen einstellen, wie etwa auf der Verbindung Köln-Frankfurt oder zuletzt auf der Strecke Berlin-Nürnberg. Die schnellen Bahnverbindungen sollen vor allem Zubringerflüge zu großen Drehkreuzen sowie den Individualverkehr mit dem Auto zum Flughafen auf die Schiene verlagern.
 
2. Leichteres Umsteigen zwischen Flug und Zug:
 
Eine optimierte Wegeführung und Beschilderung werden Reisenden den Umstieg zwischen Flieger und Bahn einfacher machen. Der Umstieg am Flughafen zwischen dem Zug und dem Sicherheitsbereich des Flughafens soll für intermodale Reisende verbessert werden. Dabei soll auch die Gepäckhandhabung einfacher werden. Den Start hierfür macht der Flughafen Frankfurt/Main.
 
3. Schnellere Zugverbindungen zwischen Metropolen:
 
Der Bund baut mit der DB die Bundesschienenwege zur etappenweisen Realisierung des Deutschlandtakts aus. Dies ermöglicht kürzere Reisezeiten und bundesweit aufeinander abgestimmte Anschlusszüge. Der Aktionsplan berücksichtigt leistungsstark ausgebaute, attraktive Schienenverbindungen insbesondere zwischen den Metropolen und bessere Umsteigebeziehungen im Nahverkehr. So kann der Bedarf für Inlandsflüge auf immer mehr Strecken überflüssig gemacht werden.
 
Dr. Stefan Schulte, Präsident des Flughafenverbands ADV, kommentiert: "Eine kundenfreundliche Anbindung der Flughäfen an das Schienennetz ist Voraussetzung dafür, dass mehr Menschen für die Anreise zum Flughafen die Schiene wählen statt Flugzeug oder Auto. Unser gemeinsamer Aktionsplan benennt hierzu konkrete Projekte, um die Vernetzung weiter zu optimieren."
 
So stark belastet Fliegen das Klima
 
Im Jahr 2019 hat die Luftverkehrsbranche rund 23 Millionen Reisende verzeichnet, davon 8 Millionen im Zubringerverkehr und 15 Millionen auf reinen Inlandsreisen. Im Ergebnis ließe sich der Anteil des innerdeutschen Luftverkehrs an den CO2-Emissionen in Deutschland um ein Sechstel reduzieren.
 
Längst ist klar, dass die Coronapandemie den Flugverkehr stark eingeschränkt hat, auch für Geschäftsreisende. Doch ein Blick auf Daten des Umweltbundesamtes aus dem Jahre 2019 zeigt, wie sehr nur ein Flug auch heute noch die Umwelt belastet.
 
Wie die Statista-Grafik zeigt, sind die Treibhausgas-Emissionen für einen Flug fast sechsmal stärker als für die mit der Bahn. Auf einer Strecke von 1.000 Kilometern werden durch die Bahn 36 Kilo CO2-Äquivalente erzeugt; mit dem Auto 139 Kilo und mit dem Flugzeug sogar 201 Kilo Treibhausgas-Emissionen.

 

Dieser Beitrag stammt aus der Ausgabe Mai 2021 des Journals "Leben und Arbeiten im Ausland".

Das Journal erscheint monatlich kostenlos mit vielen informativen Beiträgen zu Auslandsthemen.

Herausgegeben wird es vom BDAE, dem Experten für die Absicherung im Ausland.

25 Jahre - Auslandsexperte BDAE

Seit 25 Jahren: Auslandsversicherungen vom Auslandsexperten

Ihren Ursprung hat die BDAE GRUPPE im Jahr 1995 mit der Gründung des Vereins Bund der Auslands-Erwerbstätigen (BDAE). Die Ziele, die wir mit dieser Institution verfolgten, haben sich bis heute nicht verändert. Noch immer bilden sie das Fundament der Unternehmensphilosophie, der wir stets treu bleiben: Wir wollen, dass Sie mit Sicherheit ins Ausland gehen.

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