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Kuriose Fakten über den Kaffeegenuss weltweit

Kaffee ist das wohl internationalste Getränk der Welt. Eine ganz besondere Rolle spielt er vor allem in der arabischen Welt. “Qahwa”, der arabische Kaffee, hat in Katar bei der Bewirtung von Gästen eine wichtige Funktion. Die dortige Kaffeekultur besteht aus teils Jahrhunderte alten Traditionen.

Schon beim Ausschenken des Getränks müssen wichtige Traditionen beachtet werden. Die reichen von den verwendeten Gefäßen bis zu der Weise, wie der Servierende neben dem Gast steht. Nicht einmal die Reihenfolge, in der die Gäste ihr Getränk erhalten, ist dem Zufall überlassen.

Brachte die Ziege den Kaffee? Einer Legende zufolge beobachtete der Ziegenhirte Kaldi, dass seine Ziegen nach dem Verzehr bestimmter Bohnen mehr Energie hatten. Dies führte zur Entdeckung der Kaffeebohnen als energiespendendes Getränk.

In arabischer Kultur keinen Kaffee ablehnen

Kaffeekultur und Sitte: Es gilt als unhöflich, eine Tasse arabischen Kaffees abzulehnen, die von einem Katari angeboten wird. Denn das vermittelt die Botschaft, dass Gäste aus einem anderen Grund als dem der Geselligkeit gekommen sind. Kaffee wird immer aus einer traditionellen Kaffeekanne, der „Dallah“ serviert und in die „Finjaan“ (zarte Tasse) in der rechten Hand der Gäste gegossen. Er muss immer aus der rechten Hand getrunken und darf nie bis zum Rand gefüllt werden. Das gilt in der Kaffeekultur Katars als Beleidigung.

Sie sind erst fertig, wenn Sie die Tasse leicht schütteln. Wenn Gäste ihren Kaffee ausgetrunken haben und nichts mehr wollen, müssen sie ihre Finjaan seitlich schütteln. Ansonsten wird ihnen weiter nachgegossen. Am liebsten trinkt man nämlich drei Tassen.

Das Alter ist entscheidend. In einer Gruppe serviert die jüngste Person (ab dem Alter von 15 Jahren) den Kaffee. Von rechts nach links: Kaffee wird immer von der rechten Seite der Gruppe serviert. Ausnahmen werden nur für wichtige Personen gemacht, die in diesem Fall zuerst bedient werden.

Arabischer Kaffee wird gekocht, gefiltert und meist mit Kardamom gebraut. Seine Stärke und Farbe können unterschiedlich ausfallen. Safran verleiht dem Kaffee eine hellere, goldene Farbe zu verleihen. Auch Nelken und Zimt schenken ihm ein zusätzliches Aroma. Um den bitteren Geschmack des Kaffees auszugleichen, gibt es als Beilage meist Süßes. Traditionell gibt es in Katar Datteln als Begleiter zum Kaffee. Aber auch andere Süßspeisen sind möglich.

Übrigens: Kaffee ist gesundheitsfördernd. So soll er etwa den Beginn von Krankheiten wie Demenz, Typ II Diabetes und Herzkreislaufkrankheiten hinauszögern. Manche sind auch der Meinung, dass er, bei mäßigem Verzehr, zur Verhinderung bestimmter Krebsarten beitragen könne.

Exportschlager mit langer Tradition

Der Marktführer unter der Kafeebohne ist Arabica Diese wird- in tropischem Klima in Höhen zwischen 1200 und 1500 Metern angebaut und deckt aufgrund ihres einzigartigen Geschmacks, ihrer hohen Qualität und des unvergleichlichen Aromas rund 80 Prozent des global produzierten Kaffees dar.

Es gibt sogar eine Kaffee-Meisterschaft. Kaffee ist ein ernstes Geschäft. Letztes Jahr veranstaltete Katar seine erste Barista Championship, bei der die besten Baristas des Landes antraten. Der Sieger erhielt die prestigeträchtige und seltene Chance einer Ausbildung an der renommierten MUMAC Academy in Italien.

Mehr über arabischen Kaffee erfahren Interessierte hier und hier. Empfehlungen für Reiserouten und einen Veranstaltungskalender finden Kaffebegeisterte unter Qatar National Tourism Council

Kaffee: Eine jahrhundertealte weltweite Tradition

500 Jahre ist es her, dass der Kaffee aus dem arabischen Raum das damalige Konstantinopel, heute Istanbul, erreichte. Erst 1615 erreichten die ersten Kaffeesäcke Zentraleuropa. Der Siegeszug des Wachmachers hat dafür gesorgt, dass inzwischen überall auf der Welt eigene Kaffeekulturen herrschen. Wie unterschiedlich diese ausfallen können, zeigt eine Statista-Marktumfrage.

WELTWEIT Kaffeeliebhaber

Hoch im Norden liebt man Heißgetränke, insbesondere Kaffee. Ein Finne trinkt durchschnittlich 1.310 Tassen Kaffee pro Jahr – und verbraucht damit 2017 rund zehn Kilogramm des Wachmachers. Ähnlich beliebt ist Kaffee auch in den Niederlanden, Schweden und Dänemark. Für die Deutschen fällt im Schnitt ein Verbrauch von fast sieben Kilogramm pro Person an. Sogar im Land der „Tea Time“ hat sich Kaffee durchgesetzt. Die Statista-Infografik zeigt, dass in Großbritannien jeder durchschnittlich 3,6 Kilogramm der beliebten Bohnen konsumieren wird.

Laut der Studie ist das Segment für Heißgetränke der am schnellsten wachsende Markt der Welt. 85 Prozent des Umsatzes gehen allein auf Kaffee zurück. Diese Entwicklung wird den Analysen zufolge anhalten.

Was man für einen Kaffee weltweit zahlen muss, zeigt auch, wie hoch die Lebenshaltungskosten in den Metropolen dieser Welt sind. Wer sich etwa eine schöne Tasse Cappuccino gönnen möchte, der muss in Kopenhagen dafür am tiefsten in seine Brieftasche greifen.

WELTWEIT Cappucino Index

So kostet eine Tasse des beliebten Muntermachers in der dänischen Hauptstadt im Schnitt rund 6,30 US-Dollar. Aber auch in anderen Städten der Welt befinden sich die Preise für einen “Kapuziner” jenseits von fünf US-Dollar. In Dubai kostet er sechs Dollar, Hongkong und Shanghai berechnen durchschnittlich 5,70 beziehungsweise 5,30 US-Dollar. Das sonst für seine hohen Preise bekannte Zürich ist mit 5,20 US-Dollar vergleichsweise günstig.

Als teuerste deutsche Stadt landet Frankfurt auf Platz 34, ein Cappuccino kostet hier durchschnittlich 3,50 US-Dollar. Dabei wird er für Kaffeeliebhaber sogar immer günstiger: Der Preis für das Heißgetränk ist in Frankfurt in den letzten Jahren stetig gesunken. Vor fünf Jahren bezahlte man noch rund 4,00 US-Dollar pro Tasse.

Dieser Beitrag stammt aus der Ausgabe November 2020 des Journals "Leben und Arbeiten im Ausland".

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