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© Jenny Sturm, AdobeStock

CO2-Kompensation: Tipps für Flugreisende

Europa öffnet wieder seine Grenzen und der eine oder andere schmiedet bereits Urlaubspläne. Wer mit dem Flugzeug reist, kann mit einer CO2-Kompensation einen Beitrag für den Klimaschutz leisten. Das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) geht auf das Für und Wider des CO2-Ausgleichs ein und erklärt Reisenden, worauf sie achten müssen.

So funktioniert CO2-Kompensation

Nach Untersuchungen des EVZ bieten 70 Prozent der größeren Airlines in Europa eine CO2-Kompensation an. Das Prozedere ist meist ganz einfach. Bei vielen Airlines kann der Reisende seinen CO2-Ausstoß und die Kompensationszahlung mithilfe eines CO2-Rechners berechnen und anschließend, wenn gewollt, direkt abbuchen lassen. Andere Airlines bieten unabhängig von der Strecke Pauschalbeträge an. Air France und British Airways sollen laut eigener Aussage Inlandsflüge bereits automatisch kompensieren. Das bedeutet, eine Umweltspende ist hier bereits im Flugpreis enthalten.

Wie das EVZ festgestellt hat, setzen einige Airlines die Kompensationszahlung jedoch viel zu niedrig an, beispielsweise mit 1 Euro. Das reicht nicht aus, um die Emissionen zu kompensieren.

Neben Fluggesellschaften haben Reisende auch die Möglichkeit, auf eine unabhängige Organisation zurückzugreifen. Eine Vielzahl von europäischen Anbietern unterstützt seriöse Klimaprojekte in Entwicklungsländern. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Kompensationszahlung auch steuerlich abgesetzt werden.

Die Höhe der CO2-Kompensation variiert stark von Anbieter zu Anbieter. Für einen Hin- und Rückflug von Berlin nach Barcelona für eine Person beträgt der CO2-Ausstoß beispielsweise eine Tonne, wofür nach den Recherchen des EVZ zwischen 1 und 17 Euro berechnet werden. 

Auf Qualitätsstandards achten

Um sicher zu gehen, dass das Geld beim Klimaprojekt ankommt und dieses auch durchgeführt wird, sollten Verbraucher auf Qualitätsstandards achten. Vertrauenswürdig sind beispielsweise Projekte, die mit dem Gold-Standard der gleichnamigen Klimastiftung versehen sind. Reisenden ist also geraten, einen genauen Blick auf die Internetseite des Anbieters der CO2-Kompensation zu werfen.

Trotz aller Bemühungen sollte eines immer im Hinterkopf bleiben: CO2-Kompensation bei Flügen ist grundsätzlich nur die „zweitbeste Lösung“. Wer umweltschonend reisen möchte, nimmt besser die Bahn oder den Bus.

Dieser Beitrag stammt aus der Ausgabe Juli 2020 des Journals "Leben und Arbeiten im Ausland".

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