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© Davide Angelini, AdobeStock

Besondere Gepflogenheiten in den USA: Das ist ein Potluck

Wer als Expat längere Zeit in den USA lebt, wird bestimmt irgendwann einmal von Freunden oder Nachbarn zu einem „Potluck“ eingeladen. Als mir das zum ersten Mal passiert ist, war ich etwas verzweifelt, Schweißperlen bildeten sich auf meiner Stirn: Was sollte das denn bedeuten? Inzwischen liebe ich diese häufige Form der amerikanischen Essenseinladung und erkläre kurz, was man darunter genau versteht.

Das Potluck ist eigentlich eine Win-Win-Situation, denn es bedeutet für den „host“, den Gastgeber, weniger Kosten und Arbeit und für die Gäste eine breite Auswahl an Schlemmereien. Beim Potluck bringt nämlich jeder Gast eine große Portion Essen mit, sei es aus der Kategorie Vorspeise, Hauptspeise oder Nachtisch. Damit es dann nicht fünfmal Lasagne und dreimal Tiramisu gibt, wird meist innerhalb einer E-Mail-Gruppe mit den Gastgebern als Koordinatoren abgestimmt, wer was mitbringt.

Es braucht einen Crock-Pot

Im Upper Midwest der USA enden die meisten Potlucks damit, dass jeder seinen „Crock-Pot“ in Betrieb nimmt. Der Crock-Pot ist ein in USA, Kanada und Australien sehr beliebter „slow-cooker“, ein elektrischer Topf, der Mahlzeiten langsam gart und warm hält. Jeder Gast kommt also mit seinem Crock-Pot, in dem irgendeine Leckerei vor sich hin brodelt, unter dem Arm ins Haus und stellt die Standardfrage an die Gastgeberin: „Hast Du noch eine Steckdose für mich frei?“ Ich habe mir auch nach knapp drei Jahren in Minnesota noch keinen Crock- Pot angeschafft, aber meine italienischen oder deutschen Gerichte erfreuen sich immer größter Beliebtheit.

Potluck-Regeln beachten

Damit Sie beim Potluck nicht komplett daneben liegen oder kritische Blicke der Gastgeber ernten, sollten Sie noch die folgenden ungeschriebenen amerikanischen Potluck-Regeln beachten: Bringen Sie nichts, was einen tiefen Teller für jeden Gast benötigt, wie zum Beispiel eine Suppe. Blockieren Sie nie den Backofen der Gastgeber mit Speisen, die noch einmal aufgewärmt werden müssen. Vermeiden Sie Speisen mit außergewöhnlichen, intensiven Gewürzen. Und bringen Sie am besten nie eine fertige Gemüseplatte aus dem Supermarkt mit. Wer nicht gut kochen kann oder einfach keine Zeit hat, bringt leckere Getränke oder hübsche Servietten mit.

Wenn Sie nun also einmal zu einem Potluck eingeladen werden, wissen Sie Bescheid.

Die Autorin

Alexandra Lehr lebt seit drei Jahren mit ihrer 4-köpfigen Familie in Minnesota und schreibt auf Expat News in kleinen Anekdoten über ihr Leben im (fast) kältesten Bundesstaat der USA.

Dieser Beitrag stammt aus der Ausgabe Mai 2020 des Journals "Leben und Arbeiten im Ausland".

Das Journal erscheint monatlich kostenlos mit vielen informativen Beiträgen zu Auslandsthemen.

Herausgegeben wird es vom BDAE, dem Experten für die Absicherung im Ausland.

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