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USA: Herzinfarkte gehen zurück

Akute Myokardinfarkte bei Männern und Frauen werden weniger. Laut einer Studie von Kaiser Permanente zu geschlechterspezifischen Trends hat sich der Rückgang bei Frauen jedoch verlangsamt. Zwischen den Jahren 2000 und 2014 konnte bei Männern und Frauen ein steter Rückgang beobachtet werden. In den letzten fünf Jahren veränderte sich dieser Trend jedoch bei Frauen.

Laut Forschungsleiterin Kristi Reynolds weist das aktuelle Forschungsergebnis auf die Notwendigkeit hin, die Unterschiede zwischen Männern und Frauen genauer zu ergründen. Die Studie basiert auf 45.331 Krankenhaus-Aufenthalten nach einem Herzinfarkt bei Patienten über 35 Jahren, die in Südkalifornien zwischen 2000 und 2014 im Rahmen von Kaiser Permanente behandelt wurden.

Insgesamt verringerte sich die Anzahl der Herzinfarkte in diesem Zeitraum um fast 50 Prozent. Der Rückgang bei Männern betrug jährlich rund 4,7 Prozent. Zwischen 2000 und 2008 nahmen die Herzinfarkte bei Frauen jährlich um 4,6 Prozent ab. Zwischen 2009 und 2014 lag dieser Wert bei nur 2,3 Prozent. In den USA verfügen Männer über ein rund doppelt so hohes Risiko eines Krankenhaus-Aufenthalts aufgrund eines Herzinfarkts.

Haupt-Todesursache bei Frauen

Mehrere Studien haben erhöhte Erkrankungszahlen bei Frauen unter 55 Jahren ergeben. Herzinfarkte sind die führende Todesursache bei Frauen. Die Studie hat nicht untersucht, warum der Rückgang der Herzinfarkte bei Frauen geringer war. Der Rückgang der Herzinfarkte spiegle einen nationalen Trend wider und dürfte teilweise auf den verstärkten Einsatz von Medikamenten wie Statinen und Veränderungen des Lebensstils zurückzuführen sein.

Es könnte laut den Wissenschaftlern auch sein, dass die Trends bei Kaiser Permanente in Südkalifornien nicht auf die gesamte USA umlegbar sind, da die Organisation seit 2001 systematisch Programme zur Verringerung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen anbietet. Die aktuellen Forschungsergebnisse wurden im Detail in "Circulation" veröffentlicht.

Quelle: pressetext.com

Dieser Beitrag stammt aus der Ausgabe März 2020 des Journals "Leben und Arbeiten im Ausland".

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