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© Asier, AdobeStock

Modeschmuck aus China ist gesundheitsgefährdend

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit rät (BVL) zur Vorsicht beim Kauf von billigem Modeschmuck. Der Grund: Dieser ist häufig mit hohen Mengen an Schwermetallen versetzt, was zu ernsten gesundheitlichen Problemen führen kann.

Im Jahr 2018 wurde preiswerter Modeschmuck, vorwiegend aus China, von den deutschen Überwachungsbehörden auf Blei und Cadmium untersucht. Ergebnis: In jedem achten untersuchten Schmuckstück (12,6 Prozent) wurde der zulässige Grenzwert überschritten. Einige Schmuckstücke bestanden sogar fast ausschließlich aus Blei oder Cadmium.

Die Verwendung von Blei und Cadmium in Schmuck ist im Chemikalienrecht stark reglementiert. Die Grenzwerte für Schmuckwaren liegen für Cadmium bei 0,01 Prozent und für Blei bei 0,05 Prozent, jeweils auf das Gewicht des Gesamterzeugnisses beziehungsweise einheitliche Teile davon bezogen. Die längerfristige Aufnahme hoher Schwermetall-Mengen kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Blei kann unter anderem das Nervensystem schädigen und zu Unfruchtbarkeit führen. Cadmium und Cadmiumoxid sind als krebserzeugend eingestuft. Cadmium kann weiterhin Knochen- und Nierenschäden verursachen.

Besondere Vorsicht bei Kinderschmuck

Besonders gefährlich wird es, wenn Kinder solche belasteten Schmuckanhänger oder Ketten beim Spielen in den Mund nehmen, an ihnen lecken, lutschen oder sie verschlucken. Beim Kauf von Schmuck, insbesondere auch für Kinder, wird daher geraten, einen Händler des Vertrauens oder ein Fachgeschäft aufzusuchen.

Meldungen im Europäischen Schnellwarnsystem

Über das Europäische Schnellwarnsystem für Verbraucherprodukte (RAPEX) tauschen die zuständigen Behörden in der EU Informationen über gefährliche oder potentiell gefährliche Produkte wie Kosmetik, Kleidung und Spielzeug aus. Die durch die amtlichen Labore ermittelten hohen Blei- und Cadmiumgehalte in Modeschmuck spiegeln sich auch in den RAPEX-Meldungen der vergangenen Jahre wider.

Zu Cadmium in Schmuck wurden in den Jahren 2015 bis 2019 insgesamt 150 RAPEX-Meldungen erstellt. Für 78 Prozent dieser Meldungen wurde das Ursprungsland China angegeben. Zu Blei in Schmuck wurden im selben Zeitraum insgesamt 62 RAPEX-Meldungen vorgenommen, 58 Prozent der Produkte stammten aus China.

Für jedes in der Europäischen Union verkaufte Produkt trägt eine in der EU ansässige Firma die Verantwortung. Diese muss die Sicherheit und Rechtskonformität des Produkts gewährleisten und auf der Produktverpackung namentlich genannt werden. Bei Produkten, die nicht in der EU hergestellt wurden, wäre dies der EU-Importeur, der mit seiner EU-Adresse angegeben sein muss. Fehlt diese Angabe, entspricht das Produkt nicht den rechtlichen Anforderungen der Europäischen Union.

Dieser Beitrag stammt aus der Ausgabe März 2020 des Journals "Leben und Arbeiten im Ausland".

Das Journal erscheint monatlich kostenlos mit vielen informativen Beiträgen zu Auslandsthemen.

Herausgegeben wird es vom BDAE, dem Experten für die Absicherung im Ausland.

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