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Trotz Brexit: Großbritannien bleibt wichtiger Handelspartner für Deutschland

Geht es um Exporte, ist das Vereinigte Königreich der fünftwichtigste Handelspartner Deutschlands. Tatsächlich hat sich das Exportvolumen seit dem Jahr 2000 fast verdoppelt (siehe Grafik). Neben der Automobilindustrie exportieren vor allem der Maschinenbau sowie die Chemie- und Pharmaindustrie viel in das Vereinigte Königreich. Das belegt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Die nach wie vor große Ungewissheit führt dazu, dass viele deutsche Unternehmen nach neuen Handelspartnern in anderen Märkten suchen und ihre Produktionsketten umschichten. Zudem würden auch die Einfuhren aus dem Vereinigten Königreich zurückgehen. In welchem Umfang die Anpassungen der Unternehmen an die veränderten Bedingungen im Handel mit dem Vereinigten Königreich mögliche Arbeitsverluste verhindern können, ist laut den Forschern noch offen. Bereits im Februar 2019 kam das IAB zur Einschätzung, dass sich ein harter Brexit zwar auf die Konjunktur in Deutschland wahrscheinlich negativ auswirken wird, sich die Folgen auf die Beschäftigung jedoch in engen Grenzen halten dürften.

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Deutschland exportierte im Jahr 2018 Waren und Dienstleistungen im Wert von knapp 109 Milliarden Euro nach Großbritannien. Die Importe betrugen fast 63 Milliarden Euro. Der Anteil der Exporte in das Vereinigte Königreich lag, gemessen an den Gesamtausfuhren, bei 6,8 Prozent, der Importanteil belief sich auf 4,5 Prozent.

Fast eine halbe Million (konkret 460.000) Jobs in Deutschland sind direkt oder indirekt mit Exporten an Deutschlands Handelspartner Großbritannien verbunden. Davon entfallen allein 60.000 auf Beschäftigte in der Automobilindustrie. Dabei bedeutet der Umfang der vom Handel mit dem Vereinigten Königreich abhängigen Belegschaft nicht automatisch einen potenziellen Verlust von Arbeitsplätzen, so die Arbeitsmarktforscher. Der bevorstehende EU-Austritt des Vereinigten Königreichs reduziere die Exporte nicht auf null und könne auch neue Handelschancen für deutsche Betriebe ermöglichen.

Dieser Beitrag stammt aus der Ausgabe Februar 2020 des Journals "Leben und Arbeiten im Ausland".

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