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Geschäftsreisende fordern klimaneutrales Fliegen

Geschäftsreisen mit dem Flugzeug nehmen weiter zu, gleichzeitig wollen immer mehr Menschen klimafreundlicher reisen. Viele Unternehmen entwickeln daher nachhaltigere und klimafreundlichere Ansätze für die Geschäftsreise der Zukunft. Das hat das Geschäftsreiseunternehmen BCD Travel in seinem Online-Report „How to Travel Beyond 2020“ ermittelt.

So ist die Zahl der internationalen Flüge 2018 auf 1,4 Milliarden gestiegen, zwei Jahre früher als prognostiziert. Untersuchungen zeigen, dass jeder US-Dollar, der für Geschäftsreisen ausgegeben wird, zu einem zusätzlichen Umsatz von 12,50 US-Dollar führt. Potenzielle Neukunden schließen Verträge außerdem nach persönlichen Treffen mit einer zu 50 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit ab. Der Report hält allerdings auch fest: 45 Prozent der Bevölkerung wünschen sich eine Zusicherung, dass die Flugzeugindustrie an klimafreundlichen Lösungen arbeite. Anbieter von Lösungen für Geschäftsreisen sollten es sich zur Aufgabe machen, Geschäftsreisen und Klimaschutz zu verbinden.

Unternehmen und ihre Reisenden sollten schon jetzt handeln, um die Klimaauswirkungen von Geschäftsreisen zu reduzieren. Interne Meetings etwa, die weder Umsatz noch Geschäftsergebnis steigern, sind ein guter Ansatzpunkt für virtuelle Zusammenarbeit und weniger Reisen. Und falls das Fliegen zwingend notwendig ist, können Entscheider den CO2-Betrag ihres Fluges kompensieren. Zum Beispiel, indem sie einen Ausgleichsbetrag für Klimaschutz-Projekte spenden. Außerdem können sie mehrere Termine auf eine Reise legen. Darüber hinaus können Travel-Manager ihre Mitarbeiter zur Nutzung klimafreundlicher Elektroautos oder öffentlicher Verkehrsmittel vor Ort anregen.

AIRLINES Flugreisen co2

Die Verkehrsbranche arbeitet derweil an einer Vielzahl von Technologien, um die Zukunft von Reisen zu gestalten. Darunter fällt etwa der „Hyperloop“: In der Theorie wird dieses Hochgeschwindigkeits-Verkehrssystem Menschen ermöglichen, in Aluminiumgondeln, die mit 700 bis 800 Meilen pro Stunde durch reibungsarme Röhren gleiten, zwischen Städten hin und her zu pendeln. Dieses emissionsfreie Verkehrsmittel könnte eine realistische Alternative zum Flugverkehr über kurze Distanzen darstellen. Auf längeren Strecken ließe sich durch die Kombination mit dem Flug das Door-to-Door-Reisen deutlich vereinfachen. Hochgeschwindigkeits-Tests sind für 2020 geplant, die Einführung in den ersten Märkten könnte bis Ende 2023 erfolgen.

Flugzeughersteller entwickeln bereits Elektroflugzeuge, welche eine Reichweite von ungefähr 500 Meilen haben. Darüber hinaus würden sie eine Mischung aus konventionellem Kraftstoff und Strom benötigen. Doch auch diese Hybride könnten noch eine deutliche Reduzierung der CO2-Emissionen bewirken. Teil- oder vollelektrische Flugzeuge werden derzeit getestet und könnten bis 2022 einsatzbereit sein.

Dieser Beitrag stammt aus der Ausgabe Februar 2020 des Journals "Leben und Arbeiten im Ausland".

Das Journal erscheint monatlich kostenlos mit vielen informativen Beiträgen zu Auslandsthemen.

Herausgegeben wird es vom BDAE, dem Experten für die Absicherung im Ausland.

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