Hotline 
+49-40-30 68 74-0
Weltweit
© blackwork.de - AdobeStock

Vietnam startet nationalen Facebook-Rivalen

In Vietnam hat eine neue Social-Media-App namens "Gapo" gestartet. Nachdem der kommunistisch geführte Staat 2018 strenge Gesetze für Google, YouTube und Co erlassen hat, gehen Experten davon aus, dass viele der derzeit 53 Millionen vietnamesischen Facebook-Mitglieder ins Lager der neuen nationalen Online-Plattform wechseln werden. Diese kämpfte aufgrund des riesigen User-Andrangs schon Stunden nach ihrem Start mit technischen Problemen.

Rund 20 Millionen Nutzer bis 2021

"Unsere Aufgabe ist es nicht, mit anderen sozialen Online-Netzwerken in Konkurrenz zu treten. Wir wollen unsere Nutzer stattdessen dazu ermutigen, mehrere Social-Media-Seiten gleichzeitig zu verwenden", zitiert "TechXplore" Duong Vi Khoa, Leiter und Mitgründer von Gapo. Für viele Experten ist es allerdings offensichtlich, dass es in Bezug auf die Inhalte und Funktionen der neuen Seite durchaus viele Parallelen zu Portalen wie Facebook gibt. Auch die lokale Vermarktung der vietnamesischen App erinnert stark an das US-Vorbild, so das Urteil der Experten.

Laut staatlichen Medien hat der Mutterkonzern von Gapo, die Risiko-Investmentgesellschaft G Capital, unlängst 21 Millionen Dollar (rund 18,85 Millionen Euro) an Fördergeldern für die Entwicklung und Marktetablierung der neuen App ausgegeben. Das erklärte Ziel ist es, bis zum Jahr 2021 insgesamt 20 Millionen registrierte User zu erreichen.

Bürger sollen nationale Services nutzen

Vietnam ist aus Sicht von Internetkonzernen wie Facebook ein äußerst wichtiger, aber auch schwieriger Markt. Der Grund liegt unter anderem in der speziellen gesellschaftlichen Struktur des Landes: mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist unter 30 Jahre alt. Die kommunistische Regierung versucht allerdings immer wieder, ausländische Konzerne stärker zu regulieren und die eigenen Bürger damit dazu zu bewegen, sich auf die Nutzung heimischer Web-Services zu beschränken, die sich einer umfassenden staatlichen Kontrolle unterwerfen müssen. Schon 2012 wurde etwa die App "Zalo" an den Start gebracht, die als nationale Alternative zu "WhatsApp" zu verstehen ist.

Quelle: pressetext

Dieser Beitrag stammt aus der Ausgabe September 2019 des Journals "Leben und Arbeiten im Ausland".

Das Journal erscheint monatlich kostenlos mit vielen informativen Beiträgen zu Auslandsthemen.

Herausgegeben wird es vom BDAE, dem Experten für die Absicherung im Ausland.

25 Jahre - Auslandsexperte BDAE

Seit 25 Jahren: Auslandsversicherungen vom Auslandsexperten

Ihren Ursprung hat die BDAE GRUPPE im Jahr 1995 mit der Gründung des Vereins Bund der Auslands-Erwerbstätigen (BDAE). Die Ziele, die wir mit dieser Institution verfolgten, haben sich bis heute nicht verändert. Noch immer bilden sie das Fundament der Unternehmensphilosophie, der wir stets treu bleiben: Wir wollen, dass Sie mit Sicherheit ins Ausland gehen.

mehr erfahren