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© Nejron Photo, AdobeStock

Vorsicht vor Henna-Tattoos im Urlaub

Henna-Tattoos sind bei vielen Urlaubern als Souvenir beliebt. Schon im alten Ägypten wurden mit dem rotbraunen Farbstoff, der aus den Blättern des Hennastrauches (Lawsonia inermis) gewonnen wird, Haare, Nägel und Finger gefärbt. Noch heute wird Henna in vielen Teilen der Welt zu ornamentalen Körperbemalungen verwendet, die rituelle wie auch kosmetische Zwecke haben. Bei Henna-Tattoos werden keine Farben unter die Haut gestochen, sie verschwinden in der Regel nach wenigen Wochen.

Zusatzstoff kann Allergie auslösen

Dennoch sind Henna-Tattoos nicht ohne Risiko: Um echtem Henna eine intensivere Farbnuance zu verleihen und die Einwirkzeit von bis zu acht Stunden zu verkürzen, wird häufig Paraphenylendiamin (PPD) beigemengt. PPD ist ein schwarzer Farbstoff, das als Kontaktallergen belegt ist. Darauf weist die Aktion DAS SICHERE HAUS (DSH) hin.

Die Symptome einer allergischen Reaktion treten meist erst nach der Rückkehr aus dem Urlaub auf: Juckreiz, Rötungen und Bläschen. Einige Menschen entwickeln darüber hinaus nässende, teilweise verkrustete Hautveränderungen innerhalb der Zeichnung. Die Folge sind oft Narben, die ein Leben lang sichtbar bleiben. Einmal auf PPD sensibilisiert, kann der künstliche Farbstoff, der in geringen Mengen zum Beispiel in Haarfärbemitteln, Textilien und Kunstoffen vorkommt, immer wieder allergische Reaktionen auslösen.

Schutz vor gefährlichen Henna-Tattoos

Entscheidet man sich dennoch für dieses Urlaubssouvenir, sollte Folgendes beachtet werden: Schwarzes Henna ist niemals natürlich und enthält meist PPD. Gibt der Händler eine kurze Einwirkzeit von zwei Stunden an, sollte lieber ein Tattoo-Künstler aufgesucht, der rotbraunes Henna anbietet, das bis zu acht Stunden einwirken muss.

Dieser Beitrag stammt aus der Ausgabe August 2019 des Journals "Leben und Arbeiten im Ausland".

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