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© Martin Valigursky, Adobe Stock

Reisen mit Hund: Diese Gesundheitshinweise sollten Frauchen und Herrchen beachten

Wer mit dem Hund verreist, sollte diesem zuliebe für einen geeigneten Schutz sorgen, denn Flöhe, Zecken und Mücken übertragen gefährliche Infektionserreger. Reise-Erkrankungen sind vor allem in Süd- und Südosteuropa verbreitet. Um das Erkrankungsrisiko zu verringern, sollten Hundebesitzer unbedingt präventive Maßnahmen ergreifen.

Eine besondere Gefahr geht von Stechmücken aus. Vor allem in der Mittelmeerregion oder in südosteuropäischen Ländern können diese Herz- und Hautwürmer übertragen. Die sehr kleinen Sand- beziehungsweise Schmetterlingsmücken übertragen die Erreger der Leishmaniose. Diese Erkrankung verläuft in einigen Fällen besonders schwerwiegend und die Infektion bleibt lebenslang bestehen. Innere Organe, vor allem die Nieren, oder die Haut können betroffen sein. Die Leishmaniose wird als die bedeutendste Reisekrankheit für Hunde eingestuft.

Zecken wiederum sind potenzielle Überträger von Erregern, die Infektionen wie die Ehrlichiose, Babesiose, Hepatozoonose, Anaplasmose oder die Borreliose, auslösen. Flöhe beispielsweise jucken nicht nur auf der Haut, sondern können auch Krankheiten wie den Gurkenkernbandwurm übertragen.

Die genannten Parasiten sind in den Risikogebieten nahezu ganzjährig aktiv. Deshalb gehört ein vorbeugender Floh- und Zeckenschutz zwingend zu den Vorbereitungen bei Reisen mit dem Hund. Das ist auch im Heimatland durchaus empfehlenswert, denn auch dort können verschiedene Erreger durch Zecken und Flöhe übertragen werden.

Impfung schützt nicht vor Infektion

Ein Mückenschutz sollte einige Tage vor Reiseantritt aufgetragen werden. Beispielsweise gibt es Kombinationspräparate, die vor verschiedenen Parasiten gleichzeitig schützen. Tierärzte können geeignete Mittel empfehlen.

Seit einigen Jahren gibt es einen Leishmaniose-Impfstoff. Hierfür müssen Tierhalter etwas mehr Zeit einplanen, denn vor der ersten Impfung ist ein Leishmaniose-Test erforderlich. Einschränkend gilt, dass die Impfung lediglich vor den Erkrankungserscheinungen schützt, die Infektion verhindern kann sie nicht. Auch für geimpfte Tiere bleibt der Mückenschutz deshalb wichtig.

Auch wer die Ferien mit seinem Tier in Deutschland verbringt, sollte sich nicht in falscher Sicherheit wiegen. Im Zuge des Klimawandels, der Tierimporte und des zunehmenden Reiseverkehrs mit Tieren haben sich einige ursprünglich hier nicht-heimische Parasiten auf den Weg gemacht und sind inzwischen auch in Deutschland anzutreffen.

Einen hilfreichen Online-Service stellt das European Scientific Counsel Companion Animal Parasites (ESCCAP) mit dem kostenlosen Reisetest zur Verfügung.

Dieser Beitrag stammt aus der Ausgabe Juni 2019 des Journals "Leben und Arbeiten im Ausland".

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