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Podcast: „Ich will dann mal weg“ – Was Auswandernde in Dänemark wirklich erwartet (Teil 3)

19. Dezember 2025
Minuten
MarKo Petersohn im Gespräch mit Michael Gackstatter und Omer Dotou über ein neues Leben in Dänemark.
Zwei Menschen fahren im Herbst auf dem Fahrrad durch ein idyillisches Dorf.
© Alexander, AdobeStock
© Alexander, AdobeStock

Im dritten und letzten Teil der Podcast-Reihe „Ich will dann mal weg nach Dänemark“ geht es um das, was viele Auswandernde erst nach dem Umzug wirklich beschäftigt: den Alltag. Wie familienfreundlich ist Dänemark? Wie arbeitet man dort? Wie digital ist die Gesellschaft wirklich und was lässt sich daraus für andere Länder lernen? Moderator MarKo Petersohn spricht auch in dieser Folge mit Michael Gackstatter, Gründer des KI-Start-ups Today und seit drei Jahren in Kopenhagen lebend, sowie mit Omer Dotou von BDAE Consult, der seit vielen Jahren Privatpersonen und Unternehmen bei Auswanderung, Entsendung und internationaler Beschäftigung begleitet.

Portrait von Michael Gackstatter

Michael Gackstatter

Gründer von TODAY, dem AI-Vertriebsassistenten für Finanzberaterinnen und -berater, der selbst nach Dänemark ausgewandert ist.

Portrait von Omer Dotou

Omer Dotou

Leiter Global Mobility Services bei BDAE Consult. Berät seit über 13 Jahren Unternehmen und Privatpersonen zu Auslandseinsätzen, Entsendungen und Auslandsversicherungen.

Innovation im Alltag: Warum Dänemark oft einen Schritt voraus ist

Ein zentrales Thema der Folge ist der hohe Digitalisierungsgrad des Landes, nicht nur in der Verwaltung, sondern auch in der Wirtschaft. Besonders deutlich wird das am Beispiel der Versicherungsbranche: In Dänemark kommen KI-gestützte Systeme bereits flächendeckend zum Einsatz, etwa zur Unterstützung von Beratungsgesprächen oder bei der Bearbeitung großer Mengen von Kundenanfragen.

Michael Gackstatter beschreibt Dänemark als einen Markt, in dem Innovation schneller umgesetzt wird und neue Technologien pragmatisch getestet werden. Der Vorteil: Prozesse werden effizienter, Entscheidungen datenbasierter und Unternehmen bleiben wettbewerbsfähig. Viele deutsche Vorstände und Führungskräfte reisen gezielt nach Kopenhagen, um sich genau diese Innovationskultur anzuschauen.

Arbeiten in Dänemark: kürzer, strukturierter, familienorientierter

Auch die Arbeitskultur unterscheidet sich spürbar von der deutschen. In vielen Unternehmen endet der Arbeitstag bereits am späten Nachmittag. Familienzeit, Verlässlichkeit und Planbarkeit haben einen hohen Stellenwert. Lange Abende im Büro gelten eher als Ausnahme denn als Normalfall.

Statt ausgedehnter Mittagspausen wird effizient gearbeitet, mit dem klaren Ziel, den Arbeitstag so zu gestalten, dass Beruf und Privatleben miteinander vereinbar bleiben. Für viele Auswandernde ist genau das ein entscheidender Faktor für die wahrgenommene Lebensqualität.

Kinder, Betreuung und Gesellschaft

Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist die Familienfreundlichkeit Dänemarks. Michael Gackstatter berichtet von garantierten Kitaplätzen in Wohnortnähe, guten Betreuungsschlüsseln und einer insgesamt sehr offenen Haltung gegenüber Kindern im öffentlichen Raum.

Kinder gehören selbstverständlich zum Alltag, sei es im Café, im Büro oder bei Veranstaltungen. Diese Normalität empfinden viele Familien als große Entlastung. Auch wenn sich Systeme schwer vergleichen lassen, wird deutlich: Die Organisation von Betreuung und die gesellschaftliche Akzeptanz sind zentrale Bausteine für das Leben in Dänemark.

Ankommen heißt auch: Beziehungen aufbauen

Trotz aller Offenheit braucht Integration Zeit. Freundeskreise bestehen häufig schon seit Schul- oder Studienzeiten. Für Neuankömmlinge bedeutet das: Kontakte entstehen nicht automatisch, sondern müssen aktiv aufgebaut werden.

Besonders hilfreich sind dabei Vereine, sportliche Aktivitäten oder berufliche Netzwerke. Michael Gackstatter beschreibt Sportvereine und die Start-up-Community als wichtige Ankerpunkte, um langfristig soziale Wurzeln zu schlagen. Wer bereit ist, sich einzubringen, findet auch Anschluss.

Dänemark im Ruhestand: eine echte Option?

Auch der Ruhestand in Dänemark wird in dieser Folge thematisiert. Omer Dotou erklärt, dass eine Auswanderung im Rentenalter grundsätzlich gut möglich ist. Deutsche Rentnerinnen und Rentner können ihre Rente weiterhin beziehen und erhalten medizinische Leistungen über das dänische Gesundheitssystem, geregelt durch EU-weite Abkommen zur Leistungsaushilfe.

Voraussetzung sind eine gesicherte finanzielle Situation und eine saubere organisatorische Vorbereitung. Gerade hier zeigt sich erneut, wie wichtig frühzeitige Beratung ist.

Fazit: Wer vorbereitet ist, wird belohnt

Der dritte Teil der Dänemark-Trilogie macht deutlich: Dänemark überzeugt nicht nur durch digitale Prozesse und wirtschaftliche Stabilität, sondern auch durch eine Arbeits- und Lebensweise, die auf Vertrauen, Effizienz und Familie setzt.

Gleichzeitig gilt: Auswandern bleibt eine komplexe Entscheidung. Themen wie Krankenversicherung, Steuerrecht, Aufenthaltsstatus oder Altersvorsorge sollten niemals unterschätzt werden. Wer sich jedoch informiert, beraten lässt und offen auf das neue Umfeld zugeht, findet in Dänemark ein Land, das Integration möglich macht und Lebensqualität ernst nimmt.

Für seine Podcast-Reihe arbeitet der Versicherungsbote mit dem BDAE zusammen. Die aktuelle Folge wird in insgesamt drei Teilen veröffentlicht. Wer keine Folge verpassen möchte, sollte den Podcast abonnieren! Alle drei Teile der Dänemark-Reihe gibt es auf Spotify und auf Apple Podcasts: 

🎧 Hier geht es zu Teil 1 der Folge:

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🎧 Hier geht es zu Teil 2 der Folge:

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🎧 Hier geht es zum aktuellen Teil 3 der Folge:

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