Podcast: „Ich will dann mal weg“ – Arbeiten, Datenschutz & Gesundheit als digitaler Nomade in Südostasien – Teil 3
Robin Lerch
Gründer von Grenzenlos Sicher, spezialisiert auf internationale Krankenversicherungen für digitale Nomad*innen und Auswandernde. Seit 2023 selbst Vollzeit-Nomade.
Omer Dotou
Leiter Global Mobility Services bei BDAE Consult. Berät seit über 13 Jahren Unternehmen und Privatpersonen zu Auslandseinsätzen, Entsendungen und Auslandsversicherungen.
Datenschutz & Arbeiten von überall
Im dritten Teil der Trilogie geht es um die Frage: Wie arbeiten digitale Nomad*innen eigentlich sicher und rechtlich korrekt?
Robin Lerch erklärt, dass Themen wie DSGVO-Konformität, Zwei-Faktor-Authentifizierung und VPN für ihn selbstverständlich sind – egal ob in Deutschland oder unterwegs. Gedruckt wird nichts mehr, sensible Dokumente bleiben digital und geschützt.
Team weltweit – Organisation über Zeitzonen hinweg
Robins Team arbeitet verstreut von Europa bis nach Peru und Südafrika. Die Zusammenarbeit funktioniert dank klarer Terminplanung und flexibler Strukturen: Beratungsgespräche werden nach Zeitzonen verteilt, Marketing- und Verwaltungsteams arbeiten weitgehend unabhängig. So entstehen lange Geschäftszeiten, ohne dass jemand dauerhaft Nachtschichten leisten muss.
Gesundheitsversorgung im Ausland
Krankenversicherung ist und bleibt das zentrale Thema. Robin schildert Erfahrungen von Panama bis Costa Rica:
- In manchen Ländern müssen Patient*innen zunächst hohe Beträge vorstrecken.
- Versicherer übernehmen jedoch in der Regel schnell die Kosten.
- Gute Auslandskrankenversicherungen arbeiten sogar mit Partnernetzwerken, sodass Rechnungen gar nicht erst selbst bezahlt werden müssen.
Omer Dotou ergänzt: Gerade in Südostasien, etwa in Thailand, ist die medizinische Versorgung auf einem sehr hohen Niveau – oft vergleichbar mit Deutschland. Wichtig sei eine Versicherung, die zuverlässig Kostenübernahmen erklärt und Netzwerke vor Ort bietet.
Vorsorge fürs Alter – Nomaden denken oft zu kurz
Ein Punkt, der leicht vergessen wird: Altersabsicherung. Wer heute als Nomade unterwegs ist, sollte frühzeitig überlegen, ob er in die freiwillige Rentenversicherung einzahlt oder privat vorsorgt. Omer warnt: „Man kann nicht aus allem aussteigen. Spätestens im Alter braucht es eine Lösung, damit der Traum vom Nomadenleben nicht zur Belastung wird.“
Leben unterwegs – schön, aber auch fordernd
Robin gibt persönliche Einblicke: Wer denkt, das Nomadenleben sei Dauerurlaub, täuscht sich. Oft verbringt man ganze Wochen im Co-Working-Space und kämpft mit Routinen, gerade bei häufigen Ortswechseln. Sein Tipp: mindestens ein bis zwei Monate pro Standort bleiben, um wirklich anzukommen.
Besonders begeistert haben ihn Orte wie die philippinische Insel Siargao oder Costa Rica – traumhafte Natur, starke Communitys, aber auch hohe Kosten.
Fazit: Freiheit mit Verantwortung
Teil 3 zeigt: Wer als digitaler Nomade erfolgreich arbeiten möchte, braucht mehr als nur Laptop und Abenteuerlust. Datenschutz, Teamorganisation, solide Krankenversicherung und Altersvorsorge sind unverzichtbar. Gleichzeitig eröffnet das Leben unterwegs faszinierende Möglichkeiten, neue Orte, Menschen und Lebensweisen kennenzulernen.
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Für seine Podcast-Reihe arbeitet der Versicherungsbote mit dem BDAE zusammen. Die aktuelle Folge wird in insgesamt drei Teilen veröffentlicht. Wer keine Folge verpassen möchte, sollte den Podcast abonnieren!
Mit über 30 Jahren Erfahrung als Experte für die Absicherung im Ausland wissen wir: Ein gelungenes Leben im Ausland braucht mehr als nur guten Versicherungsschutz. Deshalb beleuchten wir für Sie alle Facetten des Auslandsalltags – von Steuern über Wohnungssuche bis hin zu kulturellen Aspekten.