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Podcast: „Ich will dann mal weg“ – Digitale Nomaden-Visa, Krankenversicherung & Praxis in Thailand – Teil 2

24. September 2025
Minuten
Marko Petersohn im Gespräch mit Robin Lerch und Omer Dotou über ein neues Leben in Südostasien.
Bildausschnitt eines Fotos, das den Kuan Yin Tempel auf der Insek Koh Phangan zeigt. Rechts daneben der Schriftzug "Ich will dann mal weg" und die Illustration eines Mannes, der einen Reisekoffer zieht.
© pierrick, AdobeStock
© pierrick, AdobeStock

Marko Petersohn im Gespräch mit Robin Lerch und Omer Dotou: In Teil 2 der Trilogie geht es um die ganz praktischen Fragen des Nomaden-Alltags in Südostasien – von Visa und Einreise über Krankenversicherung und Anwartschaften bis hin zu Hotspots wie Thailand, Bezahlmethoden unterwegs und Work-Basics (Internet, Strom, Datenschutz).

Portrait von Olaf Juess

Robin Lerch

Gründer von Grenzenlos Sicher, spezialisiert auf internationale Krankenversicherungen für digitale Nomad*innen und Auswandernde. Seit 2023 selbst Vollzeit-Nomade.
Portrait von Omer Dotou

Omer Dotou

Leiter Global Mobility Services bei BDAE Consult. Berät seit über 13 Jahren Unternehmen und Privatpersonen zu Auslandseinsätzen, Entsendungen und Auslandsversicherungen.

Einreise & Visa: Von „Visa on Arrival“ bis “Nomaden-Visa”

Viele Länder erlauben eine visumfreie Einreise oder Visa on Arrival für 30–90 Tage. Innerhalb der EU ist Reisen ohne Visum möglich. Für einen längeren Aufenthalt gibt es in immer mehr Ländern spezielle Visa für digitale Nomad*innen, u. a. Thailand, sowie Japan, Taiwan, Bali/Indonesien, Mexiko und weitere.

Robin erzählt: „Ich habe das Destination-Thailand-Visa. Damit darf ich in den nächsten fünf Jahren jedes Jahr bis zu sechs Monate in Thailand sein. Voraussetzung sind u. a. Nachweise zu Einkommen und Krankenversicherung.“

Thailand als Hotspot: Community, Infrastruktur, aber teurer geworden

Koh Phangan, Bangkok und Chiang Mai zählen zu den großen Nomad*innen-Knotenpunkten. Für viele spielt die Community die Hauptrolle: Man trifft Partner*innen, Kund*innen und Gleichgesinnte, besonders zum Jahresanfang. Gleichzeitig sind beliebte Inseln deutlich teurer geworden: Essen gehen und Alltagskosten liegen teils auf deutschem Niveau

Krankenversicherung: Langfristig denken – mit Anwartschaft zurückkehren können

Wer sich aus Deutschland abmeldet, ist grundsätzlich nicht mehr sozialversicherungspflichtig und kann nicht einfach in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben. Für den Auslandsaufenthalt brauchen Nomad*innen eine langfristige Auslandskrankenversicherung, die über einen reinen Urlaubsschutz hinausgeht.

Stichwort Anwartschaft:
Mit einer Anwartschaft lässt sich der Zugang zur privaten oder (unter Bedingungen) zur gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland „parken“, um bei Rückkehr problemlos wieder einzusteigen.

Omer erklärt: „Die Anwartschaft legt den Tarif auf Eis. Wer sich abmeldet und später zurückkommt, hat so das Recht zur Rückkehr. Das gilt bei der PKV und in bestimmten Konstellationen auch bei der GKV.“

Geld & Bezahlen: Bargeld-Inseln vs. QR-Nation

Unterwegs klappt Kartenzahlung in vielen Ländern sehr gut. Beliebte Lösungen: DKB (weltweit gebührenfrei abheben/bezahlen, je nach Automat), Revolut oder Wise (Multi-Währungen, günstige Transfers). Für manche Orte, etwa Inseln wie Koh Phangan, braucht es dennoch Bargeld. Andernorts (z. B. in China) ist QR-Payment allgegenwärtig, oft sogar am Straßenstand.

Familie & Schulpflicht

Reisen mit Kindern ist möglich, aber in Deutschland gilt die Schulpflicht. Familien melden sich häufig zu den Sommerferien ab und beginnen dann die Reise. In Österreich und der Schweiz ist die Lage bei der Schulpflicht flexibler. Vorab gut informieren und planen!

Fazit: Frei reisen, rechtlich sauber, gut versichert

Teil 2 zeigt: Wer rechtlich sauber unterwegs sein will, kümmert sich frühzeitig um passende Visa, eine solide Krankenversicherung (inkl. Anwartschaft für die Rückkehr) und praktikable Payment-/IT-Lösungen. Thailand bleibt ein Hotspot, mit starker Community, aber gestiegenen Kosten.

🎧 Hier geht es zu Teil 1 der Folge :

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🎧 Hier geht es zu Teil 2 der Folge:

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🎧 Hier geht es zu Teil 3 der Folge:

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Für seine Podcast-Reihe arbeitet der Versicherungsbote mit dem BDAE zusammen. Die aktuelle Folge wird in insgesamt drei Teilen veröffentlicht. Im zweiten Teil der Trilogie wird es noch tiefer in die Praxis gehen: spezielle Nomaden-Visa, Tipps zur richtigen Krankenversicherung und weitere rechtliche Fallstricke. In den kommenden Teilen folgen weitere Tipps rund ums Auswandern – von Steuern über Versicherungen bis hin zu Alltagstipps. Wer keine Folge verpassen möchte, sollte den Podcast abonnieren!


Leben und Arbeiten im Ausland

Mit über 30 Jahren Erfahrung als Experte für die Absicherung im Ausland wissen wir: Ein gelungenes Leben im Ausland braucht mehr als nur guten Versicherungsschutz. Deshalb beleuchten wir für Sie alle Facetten des Auslandsalltags – von Steuern über Wohnungssuche bis hin zu kulturellen Aspekten.