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Co-Working-Spaces und mobiles Arbeiten: Zahlen und Fakten

23. September 2025
Minuten
Co-Working-Spaces und mobiles Arbeiten sind längst mehr als nur Trends – sie prägen eine neue Arbeitskultur. Immer mehr Menschen arbeiten ortsunabhängig, entdecken kreative Arbeitsumgebungen und verbinden Berufliches mit Reisen. Unser Beitrag  zeigt, wie vielseitig diese Welt ist – von exotischen Locations über innovative Zusatzangebote bis hin zu spannenden Zahlen rund um digitale Nomadinnen und Nomaden.
Ein junger Mann lächelt in die Kamera. Er sitzt lässig an einem Tresen in einem Co-Working-Space auf Bali. Vor ihm steht sein Laptop. Im Hintergrund befinden sich andere Menschen und Palmen.
© Yuliya Kirayonak, AdobeStock
© Yuliya Kirayonak, AdobeStock

Co-Working-Spaces in ungewöhnlichen Locations

Einige Co-Working-Spaces bieten exotische und überraschende Locations. Zum Beispiel gibt es in Bali Co-Working-Spaces, die sich mitten in Reisfeldern oder an Stränden befinden – perfekt für alle, die Natur und Arbeit miteinander verbinden möchten. In Vancouver hingegen gibt es einen Co-Working-Space im weltberühmten Stanley Park, wo man beim Arbeiten die frische Luft und den Blick auf den Ozean genießen kann!

Die längste Workation der Welt?

In 2021 hat der Reykjavik-Co-Working-Space „Impact Hub“ eine interessante Initiative gestartet: die „Longest Workation“. Remote Arbeitende wurden eingeladen, die längste Zeit in einer Co-Working-Umgebung zu arbeiten und dabei gleichzeitig verschiedene Landschaften und Kulturen zu erleben. Der Gewinner? Ein digitaler Nomade, der zwölf Monate in Island arbeitete – und dabei nicht nur einen neuen Job fand, sondern auch ein neues Leben.

Digitale Nomadinnen und Nomaden in Zahlen

Laut einer Studie von MBO Partners arbeiten 4,8 Millionen Menschen in den USA als digitale Nomadinnen und Nomaden – und diese Zahl wächst stetig. Interessanterweise gab es 2019 mehr digitale Nomadinnen und Nomaden in den USA als in den Jahren zuvor, ein Trend, der sich weltweit fortsetzt. In Europa ist der Boom besonders in Städten wie Lissabon, Berlin und Barcelona zu spüren, die für ihre große Community von Freelancerinnen und Freelancern und Remote Arbeitenden bekannt sind.

Co-Working-Spaces, die mehr bieten als einen Platz zum Arbeiten

In vielen Co-Working-Spaces gibt es mittlerweile nicht nur moderne Arbeitsplätze, sondern auch außergewöhnliche Zusatzangebote. In Los Angeles etwa kann man in einem Co-Working-Space nicht nur arbeiten, sondern auch Filme drehen. Ja, richtig gehört: Der Space stellt eine professionelle Filmkamera und ein Studio zur Verfügung, damit Kreative ihre Projekte in einem echten Filmstudio realisieren können! Ein weiterer trendiger Co-Working-Space in New York City bietet VR-Headsets, um „remote“ an Meetings teilzunehmen – der perfekte Mix aus Technologie und Kommunikation.

Foto eines Filmstudios. Verschiedenes Equipment, wie Kamera und Lampen stehen vor einem Green-Screen.© GAGO IMAGES, AdobeStock

Weltweite Workation-Programme

Einige Länder und Städte haben spezielle Programme eingeführt, um digitale Nomadinnen und Nomaden anzulocken. Estland beispielsweise war eines der ersten Länder, das ein spezielles Visum für digitale Nomadinnen und Nomaden einführte. Das „Digital Nomad Visa“ ermöglicht es Arbeitenden aus der Ferne, bis zu einem Jahr im Land zu leben und zu arbeiten. Auch Barbados und Portugal bieten mittlerweile ähnliche Programme an, um die wachsende Zahl von Remote Arbeitenden zu unterstützen.

Die Nomadinnen und Nomaden des 21. Jahrhunderts

Im Gegensatz zu den traditionellen „Nomadinnen und Nomaden“ aus der Vergangenheit, die weite Strecken auf Pferden oder zu Fuß zurücklegten, sind digitale Nomadinnen und Nomaden die modernen Reisenden. Sie leben und arbeiten in verschiedenen Ländern, oft mit einem Laptop in der Hand und der Weltkarte im Kopf. Die Möglichkeit, jederzeit das Land oder den Arbeitsplatz zu wechseln, hat das traditionelle Berufsleben revolutioniert. Viele Nomadinnen und Nomaden bleiben dennoch für einige Monate in einem Land, sodass sie nebenbei die Kultur erleben und kennenlernen können.

Dieser Beitrag ist auch in der eMagazin-Ausgabe "Remote Work weltweit: Arbeiten, wo andere Urlaub machen" erschienen.

Foto von Britta Boshuis

Britta Boshuis

Britta ist gebürtige Hamburgerin und hat 2013 während eines Work&Travel Aufenthalts in Australien die Liebe zum Reisen so richtig entdeckt und liebt es neue Orte zu entdecken. Britta hat einige Jahre als Freelancerin für den BDAE gearbeitet und ist seit Mai 2024 fester Teil des Teams der Unternehmenskommunikation und Marketing. Sie schreibt über alle Themen rund um das Langzeit-Reisen und den „Digital-Nomad-Lifestyle“, den sie selbst einige Jahre gelebt hat.