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Podcast: „Ich will dann mal weg“ – Tipps zum Auswandern nach Thailand - Teil 1

17. September 2025
Minuten
MarKo Petersohn im Gespräch mit Robin Lerch und Omer Dotou über ein neues Leben in Südostasien.
Bildausschnitt eines Fotos, das auf der Phi Phi Insel aufgenommen wurde und ein Bot am Strand einer traumhaften Bucht zeigt.. Rechts daneben der Schriftzug "Ich will dann mal weg" und die Illustration eines Mannes, der einen Reisekoffer zieht.
© Panya, AdobeStock
© Panya, AdobeStock

In der zweiten Podcast-Folge „Ich will dann mal weg“ geht es um das Leben als digitaler Nomade in Südostasien. Moderator Marco Petersen spricht mit Robin Lerch, Versicherungsmakler und selbst seit 2023 Vollzeit-Nomade, sowie mit Omer Dotou, Leiter der Unternehmensberatung BDAE Consult. Gemeinsam beleuchten sie, was man wissen sollte, wenn man den Schritt wagt und ortsunabhängig arbeiten möchte.

Portrait von Olaf Juess

Robin Lerch

Gründer von Grenzenlos Sicher, spezialisiert auf internationale Krankenversicherungen für digitale Nomaden und Auswanderer. Seit Januar 2023 selbst als digitaler Nomade unterwegs.
Portrait von Omer Dotou

Omer Dotou

Leiter Global Mobility Services bei BDAE Consult, berät seit über 13 Jahren Unternehmen und Privatpersonen bei Auslandseinsätzen, Entsendungen und Fragen rund um Auslandsversicherungen.

Was bedeutet es, digitale*r Nomad*in zu sein?

Digitale Nomaden sind Menschen, die ortsunabhängig arbeiten, oft selbstständig, manchmal auch angestellt, aber stets mit flexiblen Strukturen. Sie wechseln regelmäßig ihren Aufenthaltsort, arbeiten von Co-Working-Spaces, Cafés oder aus dem Ausland und nutzen digitale Infrastruktur, um beruflich verbunden zu bleiben.

Doch so frei das klingt, dieser Lebensstil bringt auch Herausforderungen mit sich. Neben der Organisation von Reise und Alltag müssen Fragen zu Steuern, Sozialversicherung und Krankenversicherung frühzeitig geklärt werden.

Wohnsitz, Behörden & Abmeldung

Ein zentrales Thema ist die Abmeldung beim Einwohnermeldeamt. Wer keinen Wohnsitz mehr in Deutschland hat, bekommt den Vermerk „nicht wohnhaft in Deutschland“ im Personalausweis.

An Robins Beispiel wird deutlich, dass es nicht nur einen Weg gibt: Man kann in Deutschland gemeldet bleiben, etwa bei Angehörigen oder an der eigenen Adresse, eine deutsche Firma weiterführen, die eigene Krankenversicherung informieren und zusätzlich eine langfristige Auslandskrankenversicherung abschließen. Der Behördenaufwand bleibt damit überschaubar. Zugleich sollten steuerliche und versicherungsrechtliche Fragen im Vorfeld individuell geklärt werden.

Omer Dotou ergänzt: „Die Entscheidung, ob man den Wohnsitz behält oder nicht, sollte nie spontan fallen. Es ist eine grundlegende Lebensentscheidung, die unbedingt vorab mit Berater*innen besprochen werden sollte.“

Steuerliche Fragen: Die 183-Tage-Regelung

Immer wieder taucht die „183-Tage-Regelung“ als Begriff auf. Sie besagt, dass man bei mehr als 183 Tagen im Ausland am Aufenthaltsort steuerpflichtig wird. Doch wie Dotou klarstellt, ist die Realität komplexer: Die Regel gilt nur, wenn Deutschland mit dem jeweiligen Land ein Doppelbesteuerungsabkommen hat – und längst nicht jedes Land verfügt darüber.

Wer wirklich sicher gehen will, sollte sich steuerlich beraten lassen. „Die Vorstellung, nirgendswo steuerpflichtig zu sein, ist Illusion“, so Dotou.

Krankenversicherung & Visa

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Absicherung im Krankheitsfall. Digitale Nomadinnen und Nomaden brauchen langfristige Auslandskrankenversicherungen, die nicht nur Urlaubsaufenthalte abdecken. Hier ist die Spezialisierung von Robin Lerch gefragt, der täglich Nomadinnen und Nomaden in Fragen der Krankenversicherung berät.

Auch Visa spielen eine Rolle. Viele Länder bieten “Visa on Arrival” für 30 bis 90 Tage an. Thailand etwa hat mittlerweile sogar ein spezielles „Nomad Visa“ entwickelt, um die wachsende Community digitaler Arbeitskräfte anzuziehen.

Frei, aber nicht sorgenfrei leben

Die Podcast-Folge macht deutlich: Digitale Nomaden leben frei, aber nicht sorgenfrei. Wer diesen Weg einschlagen will, muss sich mit vielen praktischen Fragen befassen, von Steuerpflicht über Krankenversicherung bis zu Visa-Regelungen.

 

🎧 Hier geht es zu Teil 1 der Folge :

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🎧 Hier geht es zu Teil 2 der Folge:

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🎧 Hier geht es zu Teil 3 der Folge:

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Für seine Podcast-Reihe arbeitet der Versicherungsbote mit dem BDAE zusammen. Die aktuelle Folge wird in insgesamt drei Teilen veröffentlicht. Im zweiten Teil der Trilogie wird es noch tiefer in die Praxis gehen: spezielle Nomaden-Visa, Tipps zur richtigen Krankenversicherung und weitere rechtliche Fallstricke. In den kommenden Teilen folgen weitere Tipps rund ums Auswandern – von Steuern über Versicherungen bis hin zu Alltagstipps. Wer keine Folge verpassen möchte, sollte den Podcast abonnieren!


Leben und Arbeiten im Ausland

Mit über 30 Jahren Erfahrung als Experte für die Absicherung im Ausland wissen wir: Ein gelungenes Leben im Ausland braucht mehr als nur guten Versicherungsschutz. Deshalb beleuchten wir für Sie alle Facetten des Auslandsalltags – von Steuern über Wohnungssuche bis hin zu kulturellen Aspekten.