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Expatriates
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Englischkenntnisse: Unternehmen achten zu wenig auf Nachweise

Geht es um Englischkenntnisse von Arbeitnehmern, so klaffen Wunsch und Wirklichkeit seitens Unternehmen und Bewerbern deutlich auseinander. Demnach haben Arbeitgeber sehr hohe Anforderungen an die Englischkenntnisse ihrer Mitarbeiter – deren Kenntnisse liegen jedoch weit unter deren Erwartungen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Cambridge English unter insgesamt 5.373 Unternehmen aus insgesamt 38 Ländern in Zusammenarbeit mit dem Quacquarelli Symonds (QS)-Institut.

Bemerkenswert: Obwohl die Unternehmen häufig diese Wissenslücken („skills gaps“) bei Bewerbern und Mitarbeitern erkannt haben, unternehmen sie nur selten etwas dagegen. Keines der befragten Unternehmen war etwa bereit, die Fähigkeiten in den vier Disziplinen Lesen, Schreiben, Sprechen und Hören zu schulen. Dies sei bedauerlich, denn zuverlässig anwendbare Englischsprachkenntnisse werden von Arbeitgebern durchaus etwa mit schnelleren Aufstiegs- und Entwicklungschancen im Job honoriert – gerade bei Führungspositionen. In Deutschland bieten rund 19 Prozent der Unternehmen Bewerbern mit zertifiziert professionellen Englischkenntnissen bessere Job-Positionen an – in Frankreich und Spanien liegt diese Quote sogar bei mehr als 50 Prozent.

Fast zwei Milliarden Menschen weltweit sprechen Englisch

Englisch ist die „Lingua franca“, die Universalsprache im internationalen Geschäftsleben. In 85 Prozent der international tätigen Konzerne oder Organisationen ist es die Verkehrssprache. Kaum verwunderlich, denn ein Viertel der Weltbevölkerung oder 1,75 Milliarden Menschen kommunizieren auf Englisch. 2050 werden es 2,5 Milliarden sein.

Die gute Nachricht für deutsche Firmen: In allen Branchen liegt das Niveau der für den jeweiligen Job erforderlichen Englischkenntnisse bei deutschen Fachkräften sichtbar über dem globalen Durchschnitt (siehe Grafik).

Es lohnt sich deshalb für Arbeitnehmer, selbst aktiv zu werden und in ihre Englischkenntnisse zu investieren. Wichtig ist dabei, dass sie sich diese Kenntnisse auch mit international anerkannten Zertifikaten bestätigen lassen. Cambridge Englisch als eine der führenden Institutionen für Englisch-Zertifikate bietet Prüfungen in verschiedenen Abstufungen an. Die Bestätigung von Grundkenntnissen ist dabei ebenso möglich, wie die Zertifizierung von hochschultauglichen professionellen Sprachkenntnissen.

Schlechtes Englisch kann zu Umsatzverlusten im Unternehmen führen

Bewerber, aber auch Arbeitgeber sollten das Sprachproblem nicht auf die leichte Schulter nehmen. Fehlende Englischkenntnisse der Mitarbeiter, die sich erst im Job offenbaren, können schnell zum Verlust von Kunden, Geschäftspartnern und damit auch zum Verlust des eigenen Arbeitsplatzes führen. Unternehmen sollten bereits bei der Job-Ausschreibung die geforderten Sprachkenntnisse genau definieren, etwa gemäß CEFR-Niveau (Common European Framework of Reference for Languages/Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen) und eindeutige Formulierungen verwenden.

Der von Cambridge Englisch entwickelte BULATS-Test, ein mehrsprachiges Instrument zur Sprachbewertung, zum Sprachentraining und Setzen von einheitlichen Maßstäben am Arbeitsplatz, hilft Unternehmen bereits im Bewerbungsprozess, die Kenntnisse von Bewerbern realistisch einzuschätzen oder auch das Know-how der eigenen Mitarbeiter zu erkennen und Fördermöglichkeiten zu bestimmen.

Englischkenntnisse nach Branchen

Dieser Beitrag stammt aus der Ausgabe September des Journals "Leben und Arbeiten im Ausland".

Das Journal erscheint monatlich kostenlos mit vielen informativen Beiträgen zu Auslandsthemen.

Herausgegeben wird es vom BDAE, dem Experten für die Absicherung im Ausland.